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Die grundlegenden Glaubensanschauungen und Lehren des Zusammenschlusses unabhängiger Missionarsgemeinschaften, allgemein Die Familie genannt

Seite 2

Inhalt Seite 1

1.   Die Heilige Schrift
2.   Gott
3.   Die Schöpfung
4.   Der Sündenfall des Menschen
5.   Jesus Christus, Sohn Gottes
6.   Der Weg zur Errettung
7.   Der Heilige Geist
8.   Die Taufe des Heiligen Geistes
9.   Die Geistesgaben
10. Frucht des Geistes

Inhalt Seite 2

11. Engel
12. Verstorbene Heilige
13. Satan und seine Dämonen
14. Geistige Kriegsführung
15. Gebet
16. Übernatürliche Heilung

17. Gemeinschaft der Gläubigen
18. Das Abendmahl
19. Die Kirche
20. Der große Auftrag

Inhalt Seite 3

21. Hingabe des Christen
22. Loslösung von der Welt
23. Verfolgung
24. Jüngerschaft
25. Kooperatives Zusammenleben
26. Kinder und ihre Betreuung
27. Unantastbarkeit des Lebens
28. Staatsgewalt, Religionsfreiheit
29. Prophetische Erwägungen
30. Schlussfolgerung

11. Engel:

Wir glauben, dass Gott eine unzählige Schar von sündenlosen geistigen Wesen geschaffen hat, die Engel genannt werden. (Dieses Wort bedeutet buchstäblich »Botschafter«) Engel sind mächtige, unsterbliche Wesen, denen der Herr aufgetragen hat, über die Menschen zu wachen. Sie sollen ganz besonders Gottes Kinder beschützen und ihnen dienen. »Sind sie nicht alle dienstbare Geister, zum Dienst ausgesandt um derer willen, welche die Errettung erben sollen?« (Hebräer 1:14) Obwohl Engel gewöhnlich unsichtbar sind, können sie sich auch materialisieren und in menschlicher Form erscheinen. Sie können sich sogar unter Menschen begeben, ohne als Engel erkannt zu werden. Darum ermahnt uns Gottes Wort: »Gastfreundschaft (Freundschaft dem Fremden) vergesst nicht, denn dadurch haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherbergt!« (Hebräer 13:2) (Siehe auch Psalm 34:8; 91:11,12; 2.Könige 6:15-18; 1. Mose 19:1,2; Richter 6:11-22; 13:2-21.)

12. Verstorbene Heilige:

Wir glauben, dass Gott neben dienstbaren Geistwesen gelegentlich auch den Geist verstorbener Heiliger benutzt, um Seinen Kindern zu helfen und ihnen Botschaften zu überbringen. Wir finden an mehreren Stellen biblische Nachweise dafür: auf dem Berg der Verklärung erschienen dem Herrn der Geist des verstorbenen Propheten Mose und der des Elia; und dem König Saul erschien der Geist des verstorbenen Propheten Samuel. Der heilige Johannes beschreibt im Buch der Offenbarung sein Gespräch mit einem himmlischen Botschafter, den Gott geschickt hatte, um ihm die Geheimnisse der Zukunft zu offenbaren: »Und als ich es gehört und gesehen hatte, fiel ich nieder, um vor den Füßen des Engels, der mir solches zeigte, anzubeten. Und er sagte zu mir: ›Sieh zu, tu das nicht! Denn ich bin dein Mitknecht und von deinen Brüdern, den Propheten, und von denen, die da bewahren die Worte dieses Buches. Bete Gott an!‹« (Offenbarung 22:8,9) (Siehe auch Lukas 9:28-33; 1. Samuel 28:13-20; Offenbarung 19:10; Hebräer 12:1,22-24.)

13. Satan und seine Dämonen:

Wir glauben, dass einer der Engel, »Luzifer, der strahlende Morgenstern« (Jesaja 14:12), welcher der mächtigste der Erzengel war, durch Stolz, Neid und Machtgier sündigte und fiel. Dadurch wurde er Satan (der Teufel), der höllische Feind aller Gerechtigkeit. Eine große Schar von Engeln folgte ihm in seinem Sündenfall, und diese wurden dadurch zu Dämonen (bösen Geistern), die ihm zur Zeit als seine Handlanger und Komplizen dabei helfen, seine boshaften Absichten in ihrer Rebellion gegen Gott zu verfolgen. Wir glauben, dass Satan der eigentliche Urheber der Sünde ist und dass er unsere Ureltern Adam und Eva hinterlistig zum Sündenfall verleitete, der sie ihre Unschuld kostete. Dadurch erhielt er Macht über sie und ihre Nachkommen, die nur durch Gottes Allmacht gebrochen und überwunden werden kann. Die bösen Geister Satans kontrollieren sehr viele Menschen und sind hauptsächlich für die um sich greifende, schreckliche Welle von Verbrechen und Gottlosigkeit in der heutigen Welt verantwortlich.

Unserer Ansicht nach ist Satan der unverhohlene, verschworene Feind Gottes und der Menschen, der zur Zeit als Thronräuber, als der unheilige »Gott dieser Welt« auf der Erde herrscht. (2.Korinther 4:4) Wenn Christus wiederkommt, wird Satan in der Schlacht von Harmagedon vollkommen besiegt und für eine Zeitspanne von tausend Jahren gebunden und in den bodenlosen Abgrund geworfen. Dann wird er »für eine kleine Zeit« losgelassen und »verführt wiederum die Nationen«. Zuletzt wird der Teufel aber »in den See des Feuers und Schwefels geworfen, wo er Tag und Nacht von Ewigkeit zu Ewigkeit (durch Zeitalter der Zeitalter) gequält wird.« (Offenbarung 20:1-3,8,10) (Siehe auch Jesaja 14:12-15; 1. Petrus 5:8; Offenbarung 12:7-9.)

14. Geistige Kriegsführung:

Wir glauben, dass wir einen unablässigen geistigen Krieg führen. Wenn wir uns bemühen, Gottes Geboten zu gehorchen und das wundervolle Evangelium so vielen Menschen wie möglich zu predigen, um »ihre Augen zu öffnen, damit sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt Satans zu Gott« (Apostelgeschichte 26:18), dann unternimmt unser Gegner, der Teufel, alles, was in seiner Macht steht, um unsere Bemühungen zunichte zu machen. Daher befinden wir uns mitten in einer großen Schlacht, in welcher Gottes himmlische Kräfte uns in unseren Anstrengungen helfen und ermutigen und Satan und seine Dämonen alles aufbieten, um uns aufzuhalten und uns entgegenzuwirken. »Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit (geistigen) Fürsten und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.« (Epheser 6:12)

Soldaten in der Armee des Herrn müssen daher »die ganze Waffenrüstung Gottes anlegen«, und lernen, die mächtigen geistigen Waffen, die Gott uns anvertraut hat, geschickt zu führen, besonders das »Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist« (Epheser 6:11, 17); »denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert.« (Hebräer 4:12) »Denn obwohl wir im Fleische leben, kämpfen wir nicht fleischlich. Denn die Waffen, mit denen wir kämpfen, sind nicht fleischlich (physisch), sondern mächtig durch Gott zur Zerstörung von (geistigen) Festungen.« (2.Korinther 10:3,4) Es spielt keine Rolle, wieviel Ärger Satan und seine dämonischen Komplizen uns verursachen mögen, wir sind des Sieges gewiss, denn Gottes Wort hat uns versprochen: »Größer ist der, der in euch wohnt (Jesus), als der, der in der Welt ist (der Teufel).« (1. Johannes 4:4)

15. Gebet:

Wir glauben, dass Gebet die lebensnotwendige Kommunikation zwischen jedem Kind Gottes und seinem Himmlischen Vater ist. Es ist keinesfalls ein bloßes religiöses Ritual oder lediglich eine Geistesübung. Durch Gebet genießen wir herzliche, intime, persönliche Kommunikation mit dem Herrn und erklären unsere Liebe für Gott, unsere Abhängigkeit von Ihm, unsere Hingabe an Ihn und unser Verlangen, mit Ihm zusammen an der Erfüllung Seines Plans zu arbeiten. Alle Mitglieder unserer Gemeinschaft werden dazu angehalten, sich täglich private Zeit für persönliches Gebet zu nehmen und auch zusammen mit den anderen Mitgliedern ihrer Glaubensgemeinschaft zu beten. Gott verheißt in Seinem Wort, dass Er Gebet erhört und diejenigen segnet, die Ihn von Herzen suchen; und daher »soll man allezeit beten«. (Lukas 18:1) (Siehe auch Jeremia 33:3; 1. Thessalonicher 5:17; Hebräer 11:6; Jakobus 5:16; 1. Samuel 12:23; 1. Chronik 16:11; Epheser 6:18.)

16. Übernatürliche Heilung durch Gottes Kraft:

Als der Herr persönlich hier auf der Erde wirkte, war es sicherlich ein wichtiger Aspekt Seiner Arbeit, Kranke und Gebrechliche zu heilen. Doch »Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit.« (Hebräer 13:8); darum glauben wir, dass Er Leidende, die sich voller Zuversicht an Ihn wenden, immer noch von Herzen gern heilt. Durch das Leiden Christi und Sein Sühnopfer am Kreuz hat Gott nicht nur für die Errettung der menschlichen Seele gesorgt, sondern auch für die Heilung unserer körperlichen Gebrechen, denn »durch Seine Wunden sind wir geheilt«. (Jesaja 53:5) Alle Gläubigen dürfen übernatürliche Heilung durch Gottes Kraft in Anspruch nehmen.

Ob jemand Glauben für Heilung hat, ist bei uns jedoch kein Kriterium für die Beurteilung seiner Geistigkeit oder eine Bedingung für die Gemeinschaft mit uns, sondern eine ganz persönliche Sache zwischen dem einzelnen und Gott. Wir halten die biblischen Verheißungen von Heilung für einen großen Segen für diejenigen, die genug Glauben haben, sie geltend zu machen. Aber wir verurteilen auf keinen Fall diejenigen, die sich an medizinische Alternativen wenden, wenn sie krank sind, und wir halten sie auch keineswegs davon ab. Bezüglich solch persönlicher Angelegenheiten halten wir uns an folgende Schriftstelle: »Euch geschehe nach eurem Glauben!« (Matthäus 9:29) (Siehe auch Matthäus 4:23,24; 10:1; Markus 16;17,18; 1. Petrus 2:24; Matthäus 8:16,17; Psalm 103:3.)

17. Gemeinschaft der Gläubigen:

Wir sind davon überzeugt, dass man aus der Gemeinschaft mit anderen gleichgesinnten Gläubigen große geistige Vorteile schöpfen kann. Darum ermutigen wir die Mitglieder unserer Gruppen nicht nur dazu, sich Zeit für privates Gebet, Bibellesen und persönliche Andacht zu nehmen, sondern auch zusammen zu beten, Gottes Wort zu lesen und wenn möglich tägliche Andachten und gemeinschaftliche Veranstaltungen einzuplanen.

In der Bibel werden wir dazu angehalten, »Zusammenkünfte (Gemeinschaft) nicht zu versäumen«. (Hebräer 10:25) Daher streben wir danach, dem Beispiel der Urkirche zu folgen, deren Mitglieder »beständig in der Apostel Lehre, in der Gemeinschaft, im Brotbrechen und im Gebet blieben«. (Apostelgeschichte 2:42) Solche Momente der gemeinschaftlichen Andacht sind für uns nicht langweilig oder ein Opfer. Wir genießen solche Gelegenheiten, gemeinsam mit dem Herrn Zeit zu verbringen, um uns geistig zu stärken. Die Anwesenden werden von Jesus ermutigt, erquickt, inspiriert, erbaut, angewiesen und beauftragt. »Denn wo zwei oder drei in Meinem Namen versammelt sind, da bin Ich mitten unter ihnen.« (Matthäus 18:20) Und »wenn wir aber im Licht wandeln, wie Er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander.« (1. Johannes 1:7) (Siehe auch Psalm 133:1-3.)

18. Das Abendmahl (Die Kommunion):

Wir glauben, dass Christus das Abendmahl eingeführt hat, damit wir Seiner gedenken und uns daran erinnern, dass Er für unsere Sünden am Kreuz gestorben ist. Außerdem ist das Abendmahl, welches aus Brot und Wein besteht, ein Glaubensbekenntnis des Gläubigen. Das Brot wird gebrochen, was symbolisch dafür ist, dass der Körper von Jesus für die Heilung unseres Körpers »gebrochen« wurde. Der Wein repräsentiert Christi Blut, welches für die Vergebung unserer Sünden vergossen wurde. Die Heilige Schrift trägt Gläubigen auf, bis zur Wiederkehr Christi regelmäßig am Abendmahl teilzunehmen. Es ist ein Privileg aller, die mit Ihm geistig eins sind, seines Opfers auf Golgatha zu gedenken, »bis Er wiederkommt«. (1. Korinther 11:26) Wenn wir das Abendmahl einnehmen und glauben und erkennen, dass Sein Körper für unsere Heilung »gebrochen» wurde, dann können wir durch die Kommunion auch Heilung unseres Körpers erfahren, denn »durch Seine Wunden sind wir geheilt». (Jesaja 53:5) (Siehe auch Matthäus 26:26-28; Johannes 6:51; 1. Korinther 11:23-30.)

19. Die Kirche:

Wir glauben, dass die Kirche der Leib Christi ist, und nicht lediglich eine ekklesiastische Institution oder Organisation, und gewiss kein bloßes religiöses Gebäude oder Gebetshaus, wie viele meinen, denn »der Allerhöchste wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind» (Apostelgeschichte 7:48), und »Gott ist Geist, und die Ihn anbeten, müssen Ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.» (Johannes 4:24) Wir glauben, dass die Kirche etwas Geistiges ist und sich aus allen wiedergeborenen Menschen zusammensetzt, ganz unabhängig davon, welcher christlichen Organisation oder Konfession sie angehören. (Siehe Epheser 1:22,23; 2:19-22; 1. Korinther 12:12-14.)

20. Der große Auftrag:

Wir glauben, dass der Hauptauftrag unseres Herrn an Seine Kirche die Evangelisation der Welt ist: »Geht hin in alle Welt, und predigt das Evangelium der ganzen Menschheit!» (Markus 16:15) Unserer Überzeugung nach ist dies die große Mission und ausdrückliche Botschaft unseres Herrn Jesus Christus an alle, die Er gerettet hat. Ja es war sogar Seine letzte Aufforderung an Seine Nachfolger vor Seiner Himmelfahrt. Wir glauben, dass dies das Hauptziel im Leben eines wiedergeborenen Christen sein sollte: der ganzen Welt die Liebe Christi zu zeigen und zu versuchen, andere für Gottes himmlisches Königreich zu gewinnen. Ob der Gläubige für den Evangeliumsdienst von einer Institution oder Kirche eine formelle Ordination erhalten hat oder nicht, ist völlig irrelevant, denn wir glauben, dass alle Christen von Gott dazu berufen sind, Sein Evangelium zu predigen, andere zu Christus zu gewinnen und dadurch ewigwährende Frucht für Sein Königreich zu bringen. »Ihr habt Mich nicht erwählt, sondern Ich habe euch erwählt und euch dafür bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt.» (Johannes 15:16) (Siehe auch Matthäus 28:19,20; Apostelgeschichte 1:8; 26:18; 2.Timotheus 4:2; 1. Petrus 3:15; Sprüche 14:25; 1. Korinther 9:16.) Hier geht's weiter/Zurück


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