Der weltberühmte Zeitungsverleger und Schriftsteller, Arthur Brisbane, beschrieb einmal eine Gruppe klagender Raupen, die eine leere Puppenhülle zu ihrer letzten Ruhestätte trugen. Die armen, trauernden und in schwarz gekleideten Raupen weinten und grämten sich um ihren verlorenen Gefährten. Doch während der ganzen Zeit flatterte der wunderschöne Schmetterling fröhlich über sie hinweg, für immer befreit von seiner irdischen Hülle.
Man braucht wohl nicht zu erwähnen, dass Brisbane damit eine gewöhnliche Beerdigung meinte. Er versuchte den Gedanken zu vermitteln, dass es, wenn unsere Lieben entschlafen sind, unsinnig ist, sich nur der leeren Hülle zu erinnern und unsere Aufmerksamkeit nur den sterblichen Überresten zu widmen, während man den wunderschönen Schmetterling vergisst.
Es ist wunderbar, wenn wir Glauben an Gott haben. Wenn unsere Lieben dann zum Herrn gehen, brauchen wir uns nicht hoffnungslos zu grämen und mit untröstlichem Leid zu trauern. Natürlich ist es ein trauriger Anlass, einem Lieben Lebewohl zu sagen, aber wenn du Jesus liebst und sie Jesus lieben, hast du die Gewissheit, sie wiederzusehen. Und obwohl du sie vermissen wirst, kannst du froh für sie sein: du weißt, dass sie endlich von den Prüfungen und Schwierigkeiten ihres alten irdischen Körpers befreit sind und zu einem viel besseren Leben und Heim gegangen sind.
Im Augenblick tragen wir die Bürde unseres sterblichen Körpers, aber wenn wir einmal dieses Leben verlassen und vom Fleischlichen in das Geistige übergegangen sind, haben wir diese Last nicht mehr. Wir werden uns ähnlich wie die Astronauten in ihrer Schwerelosigkeit fühlen. Das Körperliche und die Probleme dieses Lebens belasten uns dann nicht mehr, und wir werden von dieser zeitlich begrenzten Stufe des irdischen Lebens in die ewige, himmlische Sphäre des Geistes hinüber befördert . (2. Korinther 4:18)
Mehrere prominente Ärzte haben Hunderte von Untersuchungen über den sogenannten »klinischen Tod« gemacht und darüber berichtet. Ihre Patienten waren tatsächlich tot und wurden dann aber, obwohl alle lebensnotwendigen Funktionen für ein paar Minuten bis zu einer halben Stunde aussetzten, wiederbelebt. Hunderte von denjenigen, die den Tod überlebten, erzählten erstaunlich ähnliche klingende Zeugnisse über ihre wunderbaren Erfahrungen über das Leben nach dem Tod.
Fast alle von ihnen sagten, dass es ein wunderbares Gefühl war, wie Schweben in der Luft, und sie die Last ihres Körpers nicht mehr spürten. Ihre Ängste und Sorgen verschwanden sofort, als ihnen bewusst wurde, dass sie zwar tot, aber dennoch im Geist lebendig waren, und dass Gott sich liebevoll um sie kümmerte. Eins hatten fast alle Berichte gleich: diejenigen, die von solchen Erlebnissen zurückkamen, hatten eine gewaltige Veränderung in ihrer Lebenseinstellung. Danach waren sie liebevoller und hatten mehr Glauben und Lebenszweck. Sie wussten, dass sie irgendwie vom Tod bewahrt worden waren. Sie durften zurückkehren und ihre Mission in diesem Leben erfüllen. (Mehr als 200 solche Erfahrungen sind im bekannten Werk von Dr. R. A. Moody: »Das Leben nach dem Leben« dokumentiert.)
Hunderte von Menschen, welche die Erfahrung eines momentanen todähnlichen Zustandes machten und dann wieder zurückkamen, sagten, sie wären im Himmel gewesen und freuten sich darauf, wieder dahin zurückzukehren. Experten, die unzählige Fälle von Sterbens- oder zeitlich begrenzten Todes-Erfahrungen untersucht haben, hegen keinerlei Zweifel darüber, dass ihre Patienten die Wahrheit über ihre erstaunlichen Erlebnisse sagen.
Der Psychologe Kenneth Ring hat zwei Bücher über seine Studie der Erfahrungen des Lebens nach dem Leben geschrieben. Er sagt: »Gemessen an dem was die Menschen sagen, die da gewesen sind und ihre Berichte sind weitgehend gleichlautend ist der Tod eine der schönsten Erfahrungen, die jemand machen kann.«
Dr. Maurice Rawlings, ein Kardiologe in Chaatanooga, Tennessee (USA), hat Hunderte solcher Überlebender interviewt. Er meint: »Sie haben mich davon überzeugt, dass jenseits des Todes sowohl der Himmel wie auch die Hölle tatsächlich existieren.
Er fügt hinzu: »Himmelsbesucher berichten oft davon, unwahrscheinlich schöne Landschaften gesehen zu haben. Sie erinnern sich besonders an die üppig gedeihenden Parkanlagen und saftig grünen Landstriche. Sie sagen, es sei das Wunderbarste gewesen, das sie je gesehen hätten.«
Eine Frau, die Dr. Ring interviewte (sie war beinahe wegen Stillstandes ihrer Atmung gestorben) erzählte: »Ich befand mich in einem riesigen Feld von großgewachsenem goldenen Gras, das sehr weich war, so hell und golden! Ich war überaus glücklich an diesem Ort. Das Gras war außerordentlich schön; ich werde es nie vergessen!«
Fast alle Himmelsbesucher wollen dort bleiben, werden aber dazu bewegt, zur Erde zurückzukehren, um ihre Aufgabe in diesem Leben zu weiterhin zu erfüllen. Eine Frau in der Studie von Dr. Ring, Opfer eines Herzschlags, war während ihres kurzen Aufenthaltes im Himmel so überglücklich, dass sie die Ärzte rügte, welche sie zum Leben zurück gebracht hatten.
Unsere Heimkehr
Die meisten Menschen versuchen sich vor dem Tod zu verstecken. Sie denken nicht gern daran. Dennoch wird dies jedem früher oder später wiederfahren. Die meisten Leute ignorieren es jedoch und bereiten sich in keiner Weise darauf vor und machen sich natürlich wenig Sorgen über das Sterben solange sie jung sind und der Tod so weit entfernt erscheint. Wenn man aber plötzlich dem Tod gegenübersteht, durch Krankheit, einer Verletzung oder Alter, kann dies, wenn man persönlich den Herrn und Seinen Plan der Errettung nicht kennt, ein ziemlich furchterregender Ausblick sein: als ob man sich in das Ungewisse stürzt.
Die Bibel spricht über diejenigen, die »durch Furcht vor dem Tode ihr ganzes Leben Knechte sein mussten.« (Hebräer 2:14,15) Die meisten Menschen fürchten sich vor dem Tod, weil sie darauf nicht vorbereitet sind. Aber mit Jesus als Führer ist der Tod problemlos und sollte einen nicht beunruhigen. Als Christ weiß man wo man hingeht, nämlich nach Hause in den Himmel, und man braucht sich nicht zu fürchten, weil man bereit ist zu gehen.
Für ein wiedergeborenes Kind Gottes ist der Tod kein Verlust, »denn Sterben ist mein Gewinn.« (Philipper 1:21) Außerhalb des Leibes zu sein bedeutet daheim zu sein »mit dem Herrn.« (2. Korinther 5:8) Die Sorgen sind vorüber. Es ist möglich, dass der physische Körper für einen Moment Schmerzen spürt, doch dann ist man befreit. Es ist eine augenblickliche Erlösung und wird wunderbar sein.
Der Tod ist eine angenehme Erlösung in eine neue Welt und in ein neues Leben. Dieser alte Körper ist so schwer, er wird müde, krank und ist verletzbar. Doch im Augenblick des Todes wird man sofort von den Fesseln des Fleisches in die unbegrenzte Welt des Geistes befreit. Deshalb triumphierte der Apostel Paulus furchtlos im Angesicht des Todes mit diesen Worten: »Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?« (1. Korinther 15:55) Jesus nahm ihm den Stachel. Sicher, man geht durch den Tod, doch ohne seinen Stachel. Man geht durch das Grab, doch der Sieg gehört uns und nicht dem Grab. Dank dem Herrn! Es ist eine Heimkehr, eine Erleichterung, eine Befreiung und unser Krönungstag.
Für uns wird das sprichwörtliche Ende der Straße erst der wirkliche Anfang sein. Du wirst all die verstorbenen Menschen, die du geliebt und vermisst hat, wiedertreffen. Du wirst mit ihnen und dem Gott der Liebe im ewigen Leben voller Liebe, Freude und himmlischen Glücks für immer vereint sein. Hier geht's weiter.