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Titel: "Lese-Ecke": Deine geistige Nahrung - täglich frisch serviert.

GUT ODER SCHLECHT?
Wo ziehe ich die Grenze?

Von Peter Amsterdam



Bildquelle: mev

Spricht man heute über persönliche oder gesellschaftliche Werte, geschieht dies meist im Zusammenhang mit der Frage, welche Filme, Musik, Bücher, Computerspiele und Internetinhalte gut oder akzeptabel sind und welche nicht. Oftmals löst das zwischen den Generationen und sogar unter Freunden heftige Kontroversen aus. Da die Meinungen darüber äußerst subjektiv sind, überrascht das hierbei nicht. Was bei einer Person einen offensichtlich schlechten Effekt hat, mag auf eine andere Person kaum Auswirkungen haben.

Nicht wenige Medienkonsumenten meinen, dass ihnen ein hohes Maß an Gewalt, Blutvergießen oder negativer Umgangssprache in Filmen nichts anhaben kann. Sie ziehen ein gewisses Genre vor und sind der Meinung, dass sie damit umgehen können und es ihnen persönlich nichts ausmacht. Ob diese Gruppe es zugeben mag oder nicht, das regelmäßige konsumieren von Filmen, die solch anarchische Werte und Verhaltensmuster fördern und entschuldigen, hat letztendlich einen negativen Einfluss auf den Zuschauer und wird sich früher oder später in seinen Einstellungen und seinem Handeln wiederspiegeln. Besser wäre es, die Angelegenheit aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten – anstatt sich zu fragen, ob die Einflüsse schlecht für einen sind, sollte die Fragestellung eher lauten: »Sind sie gut für mich?«

Wenn man sich nicht sicher ist, ob der entsprechende Inhalt gut ist oder auch nicht, ist es am besten in Gottes Wort – in der Bibel – nachzuschauen, und den Gehalt an dem Maßstab zu messen, den wir dort vorfinden.

Die in der Bibel häufig verwendete Bezeichnung »erbaulich« steht in diesem Fall für das Gute, wonach wir in solchen Inhalten suchen sollten. »Erbauend« ist etwas, das »erleuchtet, erhellt« und die Moral oder den Erfahrungsschatz des Zuschauers, Zuhörers, Lesers oder Surfers avanciert. Die Bibel sagt eindeutig, dass wir nach dem streben sollen, was aufbaut und vermeiden sollten, was den gegenteiligen Effekt bewirkt.

Die Frage, die man sich also stellen muss ist: Enthält das Medium – sei es ein Film, Musik oder ein Buch – Informationen oder Werte, die mir helfen, ein besserer Mensch zu werden? Fördert es Werte, die ich als wahr und erstrebenswert schätze oder steht es gar im Gegensatz zu meinem Glauben und meiner Einstellung?

Selbstverständlich beinhaltet heute der moderne Film fast ausnahmslos ein gewisses Maß an Gewalt, negativer Umgangssprache und anderer unerwünschter Einflüsse. Allerdings unterscheiden sich viele Streifen darin, bis zu welchem Grad solch negative Elemente vorzufinden sind. Das Gleiche kann wohl für verschiedene Musikstile, für Lektüre, Computerspiele und andere Formen der Unterhaltung gesagt werden.

Die Bibel sagt uns: »Gehet aus von ihr, trennt euch von ihnen!« [die atheistischen Elemente dieser Welt] (2.Korinther 6:17). »Denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust und der Hochmut des Lebens, ist nicht vom Vater, sondern ist von der Welt« (1.Johannes 2:16). Es ist wohl kaum möglich, in diesem hochtechnisierten und von den Medien gelenkten Zeitalter, alle atheistischen und negativen Suggestionen vollständig abzublocken. Aber wenn man diese als eine echte Gefahr erkannt hat, empfiehlt es sich, zu versuchen, die Einflüsse so weit wie möglich auf das Minimum zu reduzieren und sich ihnen so wenig wie möglich auszusetzen.

Es ist natürlich sehr viel schwieriger etwas zu vermeiden, was uns Spaß macht, auch wenn uns bewusst ist, dass es sich womöglich um Zeitverschwendung handelt. Das wirft wiederum die Frage auf, was genau ist das »Minimum«? Vielleicht kann das folgende Beispiel behilflich sein, eine praktikable Definition zu finden: Wenn dir jemand nahe legt, den Zeitaufwand für eine dir lästige Tätigkeit zu minimieren, wie viel Zeit würdest du anschließend darin investieren? Äußerst wenig – oder wohl gar keine mehr. Demnach wäre das deine Definition von »Minimum«! Wenn du nun das, was dir lästig ist, auf den Punkt zurückschrauben kannst, dass du es fast nie tust, dann empfiehlt es sich, dasselbe Prinzip auch für das Verringern von negativen Einflüssen anzuwenden.

Wenn du dir nicht sicher bist, wo du die Grenze beim Filmkonsum, Lesen, Gamen oder Internetsurfen ziehen sollst, dann kannst du den Herrn fragen, wo dein persönliches Maß liegen sollte. Er weiß, was für dich am Besten ist und was dich auf lange Sicht hin am Glücklichsten machen wird. Du könntest das Thema auch mit deiner Familie oder Freunden diskutieren, deren Ethik du respektierst und die du gerne als Vorbild benutzen möchtest, um deine eigenen persönlichen Grenzen zu setzen. Das wichtigste hierbei ist wohl deine persönliche Überzeugung – wie überzeugt du davon bist, dass tatsächlich etwas schädlich für dich ist; wie Ernst es dir damit ist, negative Einflüsse zu vermeiden und auf »dem engen und schmalen Weg« zu bleiben, der zu Gottes größtem Segen führt. Er wird dir den Weg zeigen, wenn du ihm nur folgst.


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