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Titel: "Lese-Ecke": Deine geistige Nahrung - täglich frisch serviert.

VON GOTT – ÜBER GOTT!
– Was hat Er Sich nur gedacht?




Interview mit dem Allmächtigen

Was hält Gott davon, was sich auf unserer Erde dieser Tage alles abspielt? Warum hat Er diesen Planeten überhaupt erschaffen? Was hält Er von Romanzen, Liebe und Sex? Was denkt Er über die Umwelt, die Todesstrafe, Euthanasie und andere brennende Themen unserer Gesellschaft. Wie ist es im Himmel und – was einigen von uns eher Sorgen bereitet – gibt es eine Hölle und wie schlimm ist es dort? Und zu guter Letzt, was tut Gott, um einfach mal richtig Spaß zu haben?

Diese und viele andere Fragen die jeden von uns brennend interessieren, beantwortet Gott in einer packenden Reihe von zwanglosen und erstaunlich offenen Interviews. Was Er zu sagen hat, wird den Leser zweifellos überraschen.

Über den Autor

Scott McGregor, aus Neuseeland ausgewandert und Weltreisender, wurde 1952 geboren. Im Alter von 25 Jahren durchlebte er eine tiefbewegende, spirituelle Erfahrung, die für sein Leben und seine Karriere seitdem nachhaltig bestimmender Faktor wurde.

Scott schrieb zwei historische Romane, »Die Perfekten« und »Die Legende von Cormac«, ist aber der Meinung, dass sich für ihn bis dato das Buch »Von Gott – über Gott« zu seinem Lieblingsprojekt entwickelte. »Gott hat erstaunlichen Charakter. Er ist einfühlsam, intelligent, verständnisvoll, humorvoll, mitfühlend, rücksichtsvoll und alles erdenklich positive ad infinitum. Die Menschen haben eine falsche Vorstellung von seiner Person und das verletzt Ihn ungemein. Gott hat in diesen erstaunlichen Interviews auf viele gezielte Fragen unerwartete und faszinierende Antworten gegeben.«



HALLO, BIST DU DA?

Erstes Interview

Hast du dich jemals gefragt warum dies, das oder jenes? Falls ja, dann hast du wohl angesichts deiner Fragen mit der Mehrheit der menschlichen Rasse etwas gemeinsam. Nun, wer hat die Antworten darauf? Der einzigste den ich kenne, der die Antworten kennt, ist Gott. Somit befand ich mich also nach meinen Überlegungen in der Sackgasse. Aber je mehr ich darüber nachdachte, desto stärker wurde das Gefühl, dass folgender Gedanke gar nicht so abwegig war: »Würde Gott mir ein Interview gewähren?«

»Unsinn!«, meldete sich eine freche, leise Stimme in meinem Hinterkopf. »Falls Gott überhaupt Interviews gibt, hätte es schon längst eins gegeben.« Natürlich war das eine verrückte Idee von mir. Selbst wenn es möglich wäre, wer bin ich denn, so etwas auf mich zu nehmen? Da gibt es mit Sicherheit andere Leute, die dafür qualifizierter sind als ich. Ich konnte nicht anders, als dem Gedanken zuzustimmen – wenn es möglich wäre, hätte es schon längst jemand gemacht. Aber trotz aller Zweifel konnte ich diesen Gedanken einfach nicht loswerden. Nun, wie könnte man Gott am besten interviewen? »Neeeeeiiin«, schrie das kleine Teufelchen wieder. »Die Idee ist lächerlich und es ist hirnrissig, auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden.« »Na ja, ohne Zweifel«, stimmte ich dem zu. Also versuchte ich diese stupide, idiotische und halbgare Idee einfach zu vergessen. Aber dieser Einfall hatte sich hartnäckig in meinen Gedanken festgesetzt, und jedesmal, wenn ich anfing darüber nachzudenken, fügte das Teufelchen mehr und mehr abschätzige Adjektive seiner immer länger werdenden Liste hinzu. Nach heftigem Gerangel mit jener frechen Stimme, tauchte plötzlich ein neuer Gedanke in meinem Kopf auf, der mich stutzig machte: »Offensichtlich habe ich keine Probleme diese nörgelnde Stimme in meinem Hinterkopf zu vernehmen, aus welchem Grunde sollte es also schwieriger sein, Gottes Stimme zu hören? Vor meinem inneren Auge konnte ich schon fast sehen, wie das Teufelchen drauf und dran war seine Tiraden auf mich loszulassen, als mir klar wurde, dass etwas seine Stimme verschlagen hatte. Von ihm war nichts mehr zu hören. Wo war nur mein scharfzüngiger Gefährte abgeblieben? Er war verschwunden.

Stattdessen war jetzt eine wesentlicher angenehmere Stimme zu hören: Warum fragst du Ihn nicht einfach und wartest ab, was passiert? Na, komm schon, frag Ihn ruhig! drängte die freundliche Stimme wieder.

»Meinst du wirklich, Er würde so etwas machen wollen?« fragte ich laut.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, kam als Antwort zurück.

Und genau das habe ich gemacht… nun, lesen Sie selbst, was sich daraus ergeben hat.

Interviewer: Okay, es geht los. Ähm, entschuldigung, bist Du da? (In dem Moment denke ich ein ja zu vernehmen. Ich komm’ mir ziemlich dumm vor, fahre aber fort) Ich frage mich, ob ich wohl mit Gott reden könnte?

Stimme von irgendwoher: Mit Gott? Gibt es einen bestimmten Grund?

Interviewer: Ich würde Ihm wenn es geht, gerne einige Fragen stellen.

Die Stimme wieder: Fragen? Welche Fragen?

Interviewer: Eigentlich eine ganze Menge, befürchte ich. Ich frage mich ob Er … äh… für ein Interview oder so was ähnliches frei wäre?

Stimme, die ich als Sekretärin bezeichne: Nun, für ein Interview? Oder nur für »etwas ähnliches?«

Interviewer: Ein Interview. Ja, ein Interview. (Ich kam mir nun etwas mutiger vor)

Sekretärin: Nun, das wäre das erste Mal. Bin sofort zurück. (Sofort zurück, dachte ich mir. Ich vermute, dass es so etwas wie Zeit im Himmel wohl nicht gibt.)

Sekretärin: Gott sagte, dass Er dich schon erwartet. Fang ruhig an!

Interviewer: Oh, ist Er hier?

Sekretärin: Sicherlich. Frag nur drauf los.

Interviewer: Okay. Oh … hallo! Ich fühle mich geehrt, die Möglichkeit zu haben, diese Fragen zu stellen und dass Du so feundlich bist, Dir die Zeit für dieses Interview zu nehmen.

Gott: Ich bin darüber sehr erfreut. Es hat ja eine Weile gedauert, dich darauf aufmerksam zu machen und bis zu diesem Punkt zu bringen.

Interviewer: Du meinst, das war Deine Idee?

Gott: Dachtest du, es war deine?

Interviewer: Ich muss zugeben, dass ich erst dachte, diese Idee sei ein bisschen daneben.

Gott: Und dass du ein bisschen verrückt bist, oder so?

Interviewer: Das könnte man so sagen.

Gott: Gut, nachdem wir das nun geklärt haben, möchtest du jetzt anfangen?

Interviewer: Sicher, wenn’s Dir recht ist?

Gott: Besser jetzt als nie.

Interviewer: Nun gut. Meine erste Frage und etwas, das wohl viele Leute gerne wissen möchten, ist: Wer bist Du? Einige stellen sich Dich als alten, freundlich aussehenden Herrn mit langem Bart vor. Andere haben die Vorstellung, Du seist streng, autoritär und hättest einen dicken Stock in der Hand. Wiederum andere sehen Dich als nebelhaftes, uninteressiertes Wesen, Das uns unserem eigenen Schicksal überlassen hat. Wie bist Du nun in Wirklichkeit?

Gott: Die Konzepte, welche die meisten Menschen von Mir haben, vernahm ich schon immer mit einer Mischung aus Belustigung, Verwirrung und Trauer. Um Mich am besten verstehen zu können, wäre es besser, Mich nicht als Person zu betrachten, sondern viel eher als den Geist der Liebe. Essentiell ist das genau was Ich bin und wie sich Meine Gegenwart in der Welt üblicherweise manifestiert. Jeder Mensch ist irgendwann mal in seinem Leben von Liebe berührt worden. Denk einfach an jemanden den du liebst oder geliebt hast und deine Liebe erwidert. Ruf dir in Erinnerung wie es sich anfühlt, wenn du dieser Person nahe bist. Denk darüber nach, wie es wäre, wenn man dieses Gefühl vervielfacht, nicht nur ein wenig, sondern viele Male, nochmals und nochmals. Siehst du, langsam verstehst du jetzt wie Ich wirklich bin.

Interviewer: Das heißt, wenn uns ein Gefühl der wohligen Wärme durchströmt und wir ein Kribbeln im Bauch haben, dann bist Du das? Einige Leute mögen da Einwände haben und denken, dass Du dir all die Liebe zuschreibst, die sie für oder von jemanden fühlen.

Gott: Möglicherweise gibt es da Einwände, aber versteh bitte, dass es hier ganz einfach um Fakten geht. Ich schreibe Mir nicht nur all eure schönen, wohligen und liebenden Gefühle zu. Ich sage simpel und einfach, dass Liebe nicht nur ein Teil von Mir ist, sondern, dass Ich Liebe bin. Ich schenke dieser Welt Liebe, so dass die Menschheit einen Geschmack davon haben kann, wie Ich bin. Ich bin Liebe.

Interviewer: Du sagtest, dass du ein geistiges Wesen bist, bedeutet das, dass Du keine menschlichen Merkmale besitzt, wie zum Beispiel Kopf, Beine, Arme, usw.?

Gott: Ich habe den Menschen zu Meinem Ebenbild geschaffen, aber der Teil von ihm, der Mir ganz besonders ähnelt, ist der Geist, der in seinem Körper wohnt. Ich kann Mich zwar in der physischen Gestalt eines Menschen manifestieren und tue das auch, bin aber nicht darauf beschränkt.

Interviewer: Wenn wir also Kunstgemälde sehen, in denen Du wie Jupiter oder Zeus aus den alten griechischen und römischen Mythologien dargestellt wirst, dann stimmt das schon ungefähr?

Gott: Ich habe nie für ein irdisches Porträt Pose gestanden, aber es gibt Menschen, die Mich gelegentlich in menschlicher Manifestation gesehen haben. Diese Art der Repräsentation kommt dem ziemlich nahe, wie man sich Mich vorstellen könnte. Aber in Wirklichkeit hätte Ich es lieber, wenn die Leute das menschliche Konzept überwinden könnten und anfangen würden, Mich mehr »geistig« zu verstehen.

Interviewer: Wie tut man das?

Gott: Indem man danach trachtet, Meine Worte für die Menschheit zu verstehen, anstatt sich in Debatten über Meine Erscheinung und Meine Eigenschaften zu verstricken.

Interviewer: Ah ja. Dennoch tendiert die menschliche Natur eher zum Skeptischen und Analytischen hin. Wir möchten gerne begreifen können, womit wir es zu tun haben. Sicherlich musst Du das verstehen können, da Du die Menschheit geschaffen hast.

Gott: Ich verstehe das schon, aber der Grund warum Ich euch so geschaffen habe, war, um zu sehen wer seine Skepsis überwinden würde, um stattdessen eine Haltung des simplen Vertrauens anzunehmen.

Interviewer: Jetzt sprichst Du über den Glauben?

Gott: Ja, ganz genau.

Interviewer: Aber ist Glaube in Fakten ein gute Sache? Es sind oftmals die Skrupellosen, die den Glauben manipulieren. Wäre es nicht besser für einen, weniger leichtgläubig, dafür aber vorsichtiger zu sein?

Gott: Ich spreche nicht davon, leichtgläubig zu sein. Glaube in Mir sollte so nicht sein. Glaube bedeutet nicht, sich hinters Licht führen zu lassen. Glaube ist Zuversicht. Glaube ist Wissen.

Interviewer: Okay, ich werde jetzt ein Frage stellen, die ich im Hinterkopf hatte, seit das hier angefangen hat. Wie soll ich wissen, dass ich wirklich mit Dir rede? Ich meine, das könnte ja auch nur alles in meinem Kopf stattfinden.

Gott: Könnte schon, dem ist aber nicht so. Du musst Glauben haben.

Interviewer: Ich weiß, ich brauche Glauben, aber ich frage mich, ob ich nicht vielleicht irregeleitet werde.

Gott: Das findest du am besten heraus, indem du dir das Resultat anschaust.

Interviewer: Ich bin mir nicht sicher, was Du mit »Resultat« meinst.

Gott: Wenn du dich erstmal hinsetzt und das bisherige Interview durchliest. Wie wirkt es auf dich? Klingt es wie eine Täuschung? Oder macht es einfach Sinn?

Interviewer: Okay, das werde ich tun. Aber wie finde ich den Unterschied heraus? Woher soll ich wissen, dass unser Gespräch keine Illusion ist? Für mich ist das Ganze vielleicht wunderbar und einleuchtend, aber wenn erstmal herauskommt, dass ich hier mit Dir rede, kann ich mir vorstellen, bald von jemanden eingewiesen zu werden.

Gott: Lass die Menschen doch einfach lesen, was du hörst und sie werden sich dann selbst entscheiden müssen. Im schlimmsten Fall hält man dich für einen harmlosen Spinner.

Interviewer: Einen Spinner? Die Leute werden denken, dass ich ein Spinner bin? Dieser Gedanke erfüllt mich nicht gerade mit Zuversicht.

Gott: Wenn du anfängst dir zu viele Sorgen darüber zu machen, was andere Leute über dich denken, dann hast du dir den falschen Beruf ausgesucht. Die meisten Leute zu denen Ich gesprochen habe, sind von ihren Kritikern als bekloppt verhöhnt worden… oder noch schlimmer.

Interviewer: Oh nein. Erst bin ich ein harmloser Spinner und nun werde ich unter Umständen von irgendwelchen Kritikern verhöhnt. Bevor das hier anfing, war mein Leben um einiges einfacher.

Gott: Einfacher bedeutet nicht unbedingt besser.

Interviewer: Du wirst mich doch hoffentlich nicht darum bitten, etwas verrücktes anzustellen?

Gott: Was meinst du mit »etwas verrücktes«?

Interviewer: Eine Nummer abzuziehen, oder so.

Gott: Damit habe Ich eigentlich weniger zu tun, obwohl Ich gerne die Aufmerksamkeit der Leute genieße.

Interviewer: Du hast jetzt meine Aufmerksamkeit, und die ganze Angelegenheit ist mir immer noch ziemlich unangenehm.

Gott: Du warst derjenige, der um das Interview gebeten hatte.

Interviewer: Ja, das stimmt. Aber nur weil ich auf eine ganze Menge Fragen Antworten brauche.

Gott: Frag nur zu.

Interviewer: Wie können wir die Tatsache etablieren, ob Du Realität bist?

Gott: Der Nachlass eines Schöpfers ist Seine Schöpfung. Schau dir nur an was Ich geschaffen habe. Das ist die beste Art und Weise herauszufinden, ob Ich real bin oder nicht.

Interviewer: Aber hätte sich die Welt nicht selbst erschaffen können?

Gott: Ergibt das einen Sinn für dich?

Interviewer: Eigentlich nicht. Aber für viele intelligente Menschen scheint das ja der Fall zu sein.

Gott: Schau dich nur in deinem Zimmer um. Alles, was hergestellt worden ist, hat einen Hersteller, richtig?

Interviewer: Richtig, aber es gibt hier einiges, das nicht hergestellt worden ist – wie die Pflanze dort in der Ecke.

Gott: Aber sie stammt von einer Mutterpflanze, stimmt’s? Sie hat sozusagen einen Erzeuger.

Interviewer: Schon, aber vielleicht sind ihre Vorfahren vor unendlicher langer Zeit aus irgendeiner Ursuppe entstanden.

Gott: Warum entspannst du dich nicht einfach und hast ein bisschen Glauben.

Interviewer: Sind wir wieder bei dem Thema angelangt.

Gott: Sieht so aus. Wie wäre es, wenn du aufhörst dich selbst zu plagen und jetzt ein paar Fragen stellst?

Interviewer: Nun gut. Ich fragte Dich wie Du aussiehst. Kann ich Dich fragen, was Du magst?

Gott: Wenn du wissen willst, was Ich mag, brauchst du nur nachzuprüfen und anzuschauen was Ich geschaffen habe.

Interviewer: Man muss schlussfolgern, dass Du vielerlei verschiedene Dinge magst, wenn man sich die Vielfältigkeit der Schöpfung anschaut. Aber nicht alles ist wunderschön.

Gott: In ihrer ursprünglichen Form, schon.

Interviewer: Das wäre dann die Wildnis?

Gott: Nein, ursprünglich habe Ich die Wildnis nicht erschaffen, aber wenn keine Pflege stattfindet, dann bleibt schlussendlich nichts anderes übrig.

Interviewer: Es war also Deine Absicht, dass die Menschheit die Erde pflegt und hegt?

Gott: Ja, sich um die Erde zu kümmern war eine der ursprünglichen Aufgaben für die Menschheit.

Interviewer: Du sagtest »eine davon«. Gibt es da noch andere?

Gott: Harmonisch mit seinen Mitmenschen zu leben und sich gegenseitig zu helfen sind auch Pflichten der Menschen.




Das Manuskript ist Eigentum der Aurora Production AG, Switzerland.
GOD on GOD - What On Earth Was He Thinking?
By Scott McGregor, ISBN: 3-03730-016-7, Design by Giselle LeFavre
God on God Copyright © 2002, Aurora Production AG, Switzerland.

Alle Rechte vorbehalten.

www.auroraproduction.com




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