»Die Macht zu vergeben ist eine der herausragendsten Fähigkeiten, die dem Menschen gegeben wurde. Sie ist Teil der Natur und des Wesens Gottes, und wenn du sie ausübst, nimmst du gottähnliche Natur an. Wenn du vergibst, setzt du dich damit über die Nichtigkeiten des sterblichen Lebens hinweg.
Sich dafür zu entscheiden, einem Menschen zu vergeben, kostet den meisten Menschen die größte Überwindung, besonders wenn sie unverdient ist. Es fällt so schwer, weil es gegen die Natur des Menschen geht. Der natürliche Mensch schreit nach Rache und Vergeltung. Aber warum in der menschlichen Natur verharren?
Ich bin gekommen um Vergebung und Rettung von Sünde zu bringen, aber ich bin auch gekommen, euch zu helfen, den natürlichen Menschen abzulegen. Wenn du mich als deinen Retter angenommen hast, hast du damit einen Teil meines übermenschlichen Wesens erhalten. Wenn du mich einmal aufgenommen hast, hängt es von dir ab, in welchem Maße du dein Leben von ›Meiner Natur‹ bestimmen lässt, und das spiegelt sich in deinen Entscheidungen wieder. Die Bereitwilligkeit zu vergeben ist eine meiner bedeutendsten Charaktereigenschaften. Wie prompt du bereit bist, anderen zu vergeben, ist ein guter Indikator dafür, inwieweit du dich von Meiner Natur leiten lässt.
Ob der Mensch, der dir Unrecht angetan hat, Vergebung verdient oder nicht, ist nicht das zentrale Thema. Entscheidend ist, ob du die richtige Entscheidung triffst oder nicht. Niemand verdient wirklich Vergebung. Wenn Menschen Unrecht getan haben, verdienen sie gerechte Strafe. Aber Vergebung ist größer als Gericht. Zu richten ist menschlich Vergebung ist göttlich.
Vergib denen, die dir Unrecht getan haben, genauso wie dein himmlischer Vater dir vergibt.«