Ich hatte versprochen, mich an diesem speziellen Sonntagmorgen um Marcia (4 Jahre alt) zu kümmern. Marcia hatte heute schon nach den ersten sieben Minuten all meine Mal- und Puzzleideen aufgebraucht. Nicht einmal die Süßigkeiten vermochten ihre Aufmerksamkeit länger als 30 Sekunden zu halten.
Ich nahm Marcias Gesicht sanft in meine Hände, schaute ihr in die Augen und flüsterte: »Was fehlt dir heute, um glücklich zu sein?«
Sie erwiderte meinen Blick und flüsterte:»Ich möchte auf deinem Schoß sitzen!«
Ich nahm sie in meine Arme. Sie kuschelte sich an mich, bis ihr Kopf an meiner Schulter Ruhe fand und saß fast die ganze Stunde lang still.
Ich kann mich an Tage erinnern, an denen mein eigenes Verhalten die Erwachsenenversion von Marcia war. Ich war unruhig, unzufrieden, und man konnte es mir nicht recht machen. Wenn das wieder vorkommt, hoffe ich, genauso weise wie Marcia zu sein, und ehrlich meine Bedürfnisse zu äußern. Meine Unruhe schmilzt dahin, wenn ich in Jesus ruhe.
Verfasser unbekannt