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Titel: "Lese-Ecke": Deine geistige Nahrung - täglich frisch serviert.

BEKÄMPFE DEINE ÄNGSTE!
Was tun, wenn Furcht überkommt?

Von David B. Berg


Furcht! Es ist uns kaum bewusst, wie viel davon in unserem Unterbewusstsein verborgen liegt – bis zu dem Zeitpunkt an dem wir bereit sind, unsere Furcht zu analysieren und in Worte zu fassen. Oft trauen wir uns jedoch nicht, über unsere Ängste zu sprechen oder sie uns selbst einzugestehen, da wir mit solch einer Öffnung unser Innerstes bloßstellen würden.

Die Furcht zu versagen, ist wahrscheinlich eine der größten Ängste, die wir Menschen besitzen – die Furcht, im Leben, in der Liebe und im Beruf zu scheitern. Für Christen kommt dazu noch die Angst davor, den Herrn zu enttäuschen, was uns wohl nicht so sehr belastet, wie die Angst, bei anderen zu versagen, da wir wissen, dass Gott uns vergeben wird, unsere Mitmenschen aber damit manchmal ihre Schwierigkeiten haben.

Die Furcht davor, andere durch unsere Fehler zu verletzen, sie zu enttäuschen, zu desillusionieren, zu entmutigen – die Angst davor, dass andere wegen unserer Fehler ebenso versagen könnten, ist wohl am schwersten zu ertragen.

Egal welche Art von Furcht du auch haben magst, es zahlt sich aus, ihr direkt ins Auge zu sehen und einen klaren Trennstrich zwischen Wahrheit und Lüge, Realität und Einbildung, Tatsache und Furcht zu ziehen.

Eine Begebenheit aus meiner Kindheit illustriert dieses Prinzip deutlich: Als Junge teilte ich an Haustüren Flugblätter und Zeitungen aus und nicht selten begegnete ich Hunden, die mir nachstellten und versuchten, mir in die Fersen zu beißen. Gelegentlich erwischten sie mich tatsächlich, doch meistens war der Biss erträglicher, als das Kläffen. Ziemlich schnell fand ich heraus, dass die Hunde eher dazu geneigt waren, zuzupacken, wenn ich ihnen den Rücken zukehrte und davon lief, als wenn ich mich ihnen entgegenstellte.

Im Alter von zwölf Jahren betrat ich einst einen Garten, um ein Flugblatt in den Postkasten zu stecken, als plötzlich aus dem Hinterhof eine riesige Dänische Dogge knurrend um die Ecke gehetzt kam und mich aggressiv anbellte. In Riesensätzen rannte Sie mit voller Geschwindigkeit auf mich zu und ich dachte nur noch: »Das ist mein Ende!« Ich wusste genau, dass ich es nicht wagen konnte, ihr den Rücken zuzukehren und davonzulaufen, mit Sicherheit würde sie zubeißen! Gott sei Dank dachte ich daran, ein Stoßgebet zum Himmel zu schicken und Gott um Hilfe zu bitten. Ohne lang zu überlegen, streckte ich meine Hand der Dogge entgegen und schrie: »Ich gebiete dir, in Jesu Namen!« – Sie bremste abrupt, schlitterte ein Stück, bis sie anhielt und mich völlig entgeistert anstarrte. Dann drehte sie um und rannte mit eingezogenem Schwanz davon!

Es zahlt sich also aus, der Furcht nicht nur ins Auge zu sehen, sie einzugestehen und zu bekennen, sondern eine klare Position zu beziehen, vornehmlich in der Kraft und im Geist des Herrn, indem du dich auf die Verheißungen Seines Wortes berufst. Es hätte mir nicht das Geringste genützt, einfach »positiv zu denken« und zu sagen: »Du üble Dogge, ich tu jetzt einfach mal so, als ob es dich nicht gibt!« Sie hätte wahrscheinlich unmittelbar zugepackt, und mir prompt den Beweis ihrer Existenz erbracht.

Du musst differenzieren lernen zwischen Realität und Einbildung, zwischen Wahrheit und Lüge. Es hilft nichts, einfach die Augen zu schließen und zu hoffen, die Probleme würden schon vorübergehen, oder zu denken, sie würden nicht mehr existieren und alles sei nur eine Einbildung gewesen, wenn du die Augen wieder öffnest. Die Dogge existierte, und es war ein Fakt, dass sie auf mich losging. Meine Augen zu schließen und zu hoffen, sie würde verschwinden, hätte mir absolut nicht geholfen, genauso wenig wie mir einzureden, sie sei nur eine Ausgeburt meiner Phantasie. Sie war existent, so real wie sie nur sein konnte und sie hatte es auf mich abgesehen! Das Beste, was ich in dieser Situation tun konnte, war, die Initiative zu ergreifen, der Gefahr ins Auge zu sehen und mich ihr entgegen zu stellen. Und genau das tat ich, indem ich in der Kraft des Heiligen Geistes zum Gegenangriff ausholte. Anfangs befand sich die Dogge in der Offensive und ich mich in der Defensive, bis der Herr mir half, den Spieß umzudrehen. Nun geriet der Hund plötzlich in die Defensive, machte kehrt und rannte davon.

Jeder Ballstratege weiß, dass es beim Fußball unmöglich ist, ein Spiel zu gewinnen, indem man in der Defensive verharrt. Eine defensive Spielführung ist zum Scheitern verurteilt. Um ein Match zu gewinnen, muss man angreifen, man muss die Initiative ergreifen! Es lohnt sich also, der Furcht ins Auge zu sehen, sich bewusst zu sein, dass sie existiert, und zwischen dem Realen und dem Irrealen, der Wahrheit und der Lüge zu differenzieren. Dann kannst du zum Angriff übergehen, die nebulösen Einbildungen vertreiben und die echte und wahre Bedrohung bekämpfen.

Furcht ist das genaue Gegenteil von Glaube. So wie »die Furcht vor dem Herrn der Anfang der Weisheit ist« (Sprüche 9:10), so ist die Furcht vor Satan der Anfang vom Tod. Das hebräische Wort yirah, das in diesem Vers mit »Furcht« übersetzt wurde, bedeutet eigentlich »Ehrfurcht«. Wer also »Gott fürchtet«, erweist Ihm die Achtung, die Er verdient. Es ist eine Form der Anbetung Gottes.

Satan und seinen Betrug zu fürchten bedeutet somit, ihm genau die Art von Anbetung oder Ehrfurcht zu geben, die er möchte. In Gottes Wort lernen wir etwas über die falsche Art von Furcht, »die (wegen der zu erwartenden Strafe) Pein hat« (1. Johannes 4:18). Furcht vor dem Teufel wird dich völlig auslaugen und erschöpfen. Daran festzuhalten, schadet dir und kann sogar katastrophale Auswirkungen auf deinen Geist haben. Du musst also diese Art von Furcht von dir weisen, genau wie Jesus es tat, als der Teufel Ihn auf dem Berg der Versuchung zu verlocken versuchte, ihn anzubeten. Jesus verwies den Teufel in seine Schranken: »Weiche von mir Satan! Es steht geschrieben: ›Du sollst Gott, deinen Herrn, anbeten und nur Ihm allein sollst du dienen.‹« (Lukas 4:8-Eh)

Der Herr verspricht denen »Frieden zu bewahren, die festen Herzens sind«, deren Sinn auf Ihn gerichtet ist, die ganz auf Ihn vertrauen. (Jesaja 26:3) Wenn du also von einem Geist der Furcht geplagt wirst, setze dein Vertrauen auf den Herrn. Befiehl Satan: »Verschwinde Teufel! Mach dich auf und davon! Ich setze mein Vertrauen auf Gott, auf Jesus!« Die Bibel lehrt uns: »Demütigt euch vor Gott und widersteht dem Teufel, so wird er von euch fliehen.« (Jakobus 4:7-Eh)


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