Genauso wie bei den Hebräern in der Wüste mit Mose, prüft Gott vielleicht deinen Glauben, um zu sehen, ob du an Ihn glaubst und Ihm gehorchst, ganz gleich was passiert. Aber sowie sie eine kleine Prüfung durchstehen mussten, hörten sie auf zu glauben und zu gehorchen. Und so starben dann diese Leute und schafften es nie zum verheißenen Land genau wie so viele sogenannte Christen heutzutage. Die selbstgerechten Leute, die versuchen, Gott Vorschriften zu machen, sagen immer: »Warum lässt Gott uns so leiden, wenn Er doch angeblich so gut ist? Würde Gott uns besser behandeln, dann würden wir Ihm dienen. Aber Er ist gemein, darum hassen wir Ihn.« In Wirklichkeit aber gehen sie selbstsüchtig wieder ihren eigenen Weg und vergessen Ihn, sobald Er sie nur ein wenig besser behandelt! Er kann ihnen eine bessere Behandlung einfach nicht anvertrauen. Vielleicht ist es Ihm sogar lieber, dass sie Ihn hassen, als dass sie Ihn vergessen! So sind sie sich wenigstens der Tatsache bewusst, dass Er immer noch existiert!
In meiner Bibelschule hatte ich einmal eine Studentin mit einer ähnlichen Hautkrankheit, außerdem hatte sie noch zwei Kinder und keinen Mann! Sie jammerte immer: »Warum? Warum? Warum hat Gott mir das angetan? Warum lässt mich Gott so leiden? Ich hatte gedacht, dass Gott mich heilen würde, wenn ich in Ihre Schule komme, und jetzt leide ich immer noch. Wieso?« Wenn Leute anfangen, Gott auf diese Weise »warum« zu fragen, ist es reine Selbstgerechtigkeit. Der Herr gab mir über sie einen Bibelvers, ähnlich dem, was Gott Hiob fragte: »Kann ein Mensch für gerecht befunden werden vor Gott?« (Vergleiche Hiob 40:8.)
Leute mit einer derartig selbstgerechten Einstellung sagen: »Nun, Gott, wenn ich an Deiner Stelle wäre, würde ich es besser machen als Du! Ich wäre gerechter. Ich würde mich heilen!« Genauso wie das Lied, das vor Jahren einmal so beliebt war: »Wenn ich König wäre!« Es heißt darin: »Wenn ich König wäre, würde ich nicht all diese schrecklichen Dinge in der Welt zulassen.« Mit anderen Worten: »Ich bin gerechter als Gott! Gott ist nicht gut sonst würde Er es nicht zulassen, dass all diese schrecklichen Dinge geschehen!«
Aber das liegt daran, dass sie nicht verstehen, was Gott tut oder warum Er es tut; und wenn sie nicht den Glauben haben, Ihm zu vertrauen, dass Er es am besten weiß, werden sie es nie verstehen. Genauso wie ein Kind seinen Eltern vertrauen muss; selbst wenn es nicht versteht, warum es dieses oder jenes tun muss »es muss einfach gehorchen, weil Vati es gesagt hat«! Es muss vertrauen und gehorchen, ob es ihm nun passt oder nicht, weil Vati es besser weiß, und über kurz oder lang wird es wahrscheinlich herausfinden, dass Vati doch recht hatte. Aber wenn das Kind nicht gehorcht, wird es wahrscheinlich sowieso feststellen, dass Vati recht hatte, nur auf die schwierige Art. So einfach ist das!
Glaube wertvoller als Gold
Gott stellt unseren Glauben auf die Probe, um zu sehen, ob unser Glaube wirklich Gold wert ist und wir Ihm trotzdem glauben und gehorchen ganz gleich was passiert! Er sagt, dass sich das Läutern unseres Glaubens, das Prüfen, »als wertvoller erweist als das vergängliche Gold«. (1. Petrus 1:7, Psalm 19:10b,11a) Gold kann durch das Feuer gehen und dennoch als reines Gold herauskommen, sogar reiner als zuvor, wenn es sich um echtes Gold handelt!
Aber genau wie echter Glaube in der Bibel mit Gold verglichen wird, so könnte man »Schönwetter-Glauben« mit Papiergeld vergleichen welches in sich auch keinen Wert darstellt. Versuch einmal, »Papiergeld-Glauben« durchs Feuer zu geben, und sieh, was passiert! Dieser sogenannte Glaube mit sogenanntem Wert, wie beim Papiergeld zeigt, dass er bei einem Test in Wirklichkeit nichts wert ist!
Dieses Beispiel illustriert sehr gut, warum das Papiergeld-Finanzsystem dieser Welt am Zusammenbrechen ist; es wurde auf Papiergeld statt auf Gottes gutem Gold aufgebaut! Gebe sie mal beide ins Feuer und du wirst sehen, welches am besten abschneidet! Du wirst feststellen, dass echtes Gold immer noch als Gold herauskommt, sogar reineres Gold ganz gleichgültig, wie lange das Feuer währt oder wie heiß es ist denn das Feuer verbrennt die Schlacke und alle Unreinheiten! Aber dieses Papiergeld, das angeblich etwas wert sein soll, ist nicht einmal soviel wert wie das Papier, worauf es gedruckt ist, wenn es wirklich getestet wird. Sobald es auch nur mit der kleinsten Flamme in Berührung gerät, geht es in Rauch auf, und dir bleibt nichts weiter als ein Häufchen Asche.
Genau das ist der Unterschied zwischen wahrem Glauben und angeblichem Glauben: Wahrer Glaube kann die Prüfung überstehen und durchs Feuer gehen und wird, wie Gold, sogar noch besser herauskommen als vorher. Aber wenn etwas nur so aussieht wie Glaube, wie das Papiergeld, bleibt nichts mehr davon übrig, nachdem es einmal durchs Feuer gegangen ist!
In der großen Depression der Dreißiger Jahre haben die Reichen, die all ihren Besitz in Papiergeld, Papieraktien und Papierbanken angelegt hatten, nicht überlebt. Die großen Papier-Finanziers sprangen aus den Fenstern ihrer Wolkenkratzer, weil sie alles, was sie für so wertvoll hielten, verloren hatten, all die kleinen Papierscheine, die sie so liebgewonnen hatten und die sich als völlig wertlos erwiesen, als es wirklich darauf ankam und es wird sehr bald wieder so sein! Alles ging in Rauch auf! Aber die kleinen Bauern, die nichts weiter besaßen als ein kleines Stück Land, auf dem sie etwas Essbares anbauten und ihr Vieh hielten, um ihre Familien zu ernähren, schlugen sich durch.
»Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen.«
Die Menschen, die in Gottes goldenen Toren des Glaubens leben, können alles überleben sogar den Tod und wie Hiob immer noch sagen: »Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen, gelobt sei der Name des Herrn!« (Hiob 1:21) Sie werden sich an den wahrhaftig goldenen Toren Gottes und Seiner wirklich goldenen Stadt ewiglich erfreuen. Der Glaube all jener Heuchler, die nur vorgeben, gläubig zu sein, wird im Rauch der läuternden Flammen aufgehen. Denn ihr Glaube ist nichts weiter als Holz, Stroh und Spreu, welches dem Feuer von Gottes Heimsuchungen und Glaubensprüfungen nicht standhalten kann. (Siehe 1. Korinther 3:11-15.)
Wenn du also wahren Glauben hast, wirst du für Gott weitermachen, selbst wenn es dich umbringt. Und es wird dich umbringen, denn es bedeutet Tod dem Selbst und dem Stolz und all der Selbstgerechtigkeit, und so stirbst du täglich in deinem Dienst für den Herrn. (Siehe 1. Korinther 15:31.) Mir war oft zum Aufgeben zumute, weil ich so dumm bin und so viele Fehler mache und so viel sündige! Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie mich überhaupt jemand und sogar Gott lieben oder es mit mir aushalten kann! Aber Er liebt mich, darum mache ich weiter! Ich weigere mich aufzugeben, weil ich Gott vertraue! Darum weiß ich, dass ich Ihm gehorchen muss, und ich wage es nicht aufzugeben.
Wir sind der einzige Körper, den Gott hat!
Stell dir vor, Gott würde jedesmal aufgeben, wenn wir Christen ihm eine Menge Ärger machen? In was für einem Schlamassel wir dann alle stecken würden! In der Bibel steht, dass wir, die christlichen Gläubigen, der Körper Christi sind. (Siehe 1. Korinther l2:27.) Stell dir vor, Gott würde jedesmal aufgeben, wenn wir, Sein Gesicht, in einen hässlichen Ausschlag voller Pickel, Akne und dergleichen ausbrechen? Wir sind das einzige Gesicht, das Er hat, und Er muss trotzdem weitermachen, selbst wenn es manchmal hässlich ist oder sich Sein Körper ziemlich übel benimmt und nicht das tut, was Jesus von ihm will.
Er muss weitermachen, selbst wenn wir uns total verstricken und verfahren! Er muss weiterhin versuchen, uns durchzubringen und jedem Teil Seines Körpers Koordination beibringen und ihn zum Funktionieren bringen, damit er sich geschmeidig und anmutig bewegt anstatt spastisch und verdreht und grotesk, wie geistig Zurückgebliebene, die wir doch manchmal zu sein scheinen!
Jesus muss weiterhin versuchen, uns das Sprechen beizubringen, selbst wenn wir einen Sprachfehler zu haben scheinen. Er muss weiterhin laut genug rufen, damit wir zuhören, selbst wenn wir uns die Ohren zuhalten, weil wir nicht hören wollen! Er muss weiterhin versuchen, uns dazu zu bringen, die Wahrheit zu erkennen und in der Bibel zu lesen, selbst wenn wir geistig so schläfrig sind, dass wir am liebsten unsere Augen schließen und in das Traumland des Teufels abtreiben würden. Und Er muss versuchen, uns dazu zu bringen, geistige Frucht zu tragen, kleine geistige Babies, neugeborene Christen auch einige kränkliche und schwache, was besser ist, als gar keine! Und all das, obwohl sich Sein Körper, Seine Braut, die meiste Zeit bemüht, keine Kinder zu gebären, indem sie gegen Gott so sehr rebelliert, dass Er mit ihr nicht einmal eine Liebesbeziehung haben kann. Mit solch einem »Körper« muss Gott sich herumärgern! Warum solltest du dich also über ein paar kleine Leiden beklagen? Schau dir an, was für Probleme Gottes »Körper« hat! Nur Gottes Liebe, Gnade und Barmherzigkeit kann solch einen Körper je durchbringen wenn er Seinem Wort glaubt und gehorcht. Sonst würde er es nie schaffen!
Beispiele von getreuen Menschen
Und wenn nicht... dann müssen wir Gläubigen trotzdem weitermachen und glauben und gehorchen. Wie die drei Kinder Gottes, die in den glühenden Ofen geworfen wurden, nachdem sie sagten: »Unser Gott kann uns wohl erretten, und wenn Er es nicht tut, werden wir trotzdem dein heidnisches Götzenbild nicht anbeten.« Und es sah aus, als sei ihr Ende gekommen, denn sie wurden in den Ofen geworfen, und ihre Henker kamen dabei sogar um. Aber weil sie Gott glaubten und Ihm gehorchten, war Er auch dort bei ihnen: sie kamen wieder heraus, und sie rochen nicht einmal nach Rauch. (Siehe Daniel 3:17-27.)
Oder wie bei Hiob: der Herr erlaubte, dass der Teufel ihn fast erledigte, indem er seine Familie ums Leben brachte, ihn finanziell ruinierte und sogar ihn selbst beinahe tötete. Und trotzdem fing er nicht an, den Teufel zu duzen, selbst als seine Frau ihm riet, »Gott zu fluchen und zu sterben«! Er glaubte einfach weiter und gehorchte obwohl er von Kopf bis Fuß mit Geschwüren übersät war, auf einem Aschenhaufen saß und sich mühselig seine Wunden und Eiterbeulen mit einer Tonscherbe schabte und er sagte: »Haben wir Gutes empfangen von Gott, und sollen das Böse nicht auch annehmen?« (Siehe Hiob 2:8-10.) Kannst du das sagen? Ich hoffe, es muss dir nicht so schlimm ergehen wie Hiob! Sollte es aber doch passieren, dann gib nicht auf, ganz gleich was du tust!
Mach weiter für Gott! Glaube weiterhin und gehorche egal was passiert! Vielleicht kommst du sogar ohne Brandgeruch aus dem Ofen, genau wie Schadrach, Meschach und Abednego. Vielleicht bekommst du sogar eine noch größere Familie und wirst reicher, gesünder, glücklicher und weiser sein als je zuvor wie Hiob wenn du wie er nur ein wenig länger durchhältst und nicht aufgibst!
Nimm dir ein Beispiel an John Paul Jones, dem berühmten amerikanischen Marineoffizier des 18. Jahrhunderts! Er war verwundet, die Hälfte seiner Männer waren tot oder lagen im Sterben, sein Schiff stand in Flammen und war am Untergehen. Als der Feind ihn fragte, ob er sich ergeben wollte, antwortete er herausfordernd: »Nein, verdammt nochmal! Wir haben noch nicht einmal angefangen zu kämpfen!« Und schlussendlich gewann er trotzdem. Vielleicht hast du noch gar nicht angefangen, den Teufel zu bekämpfen.
Vielleicht hast du noch nicht wie Jesus »bis aufs Blut widerstanden«, ja sogar bis an den Tod am Kreuz. (Hebräer 12:4) Obwohl es Ihn umbrachte, so ist Er doch nur drei Tage später triumphierend aus dem Grab auferstanden! Nicht einmal der Tod selbst konnte Ihn unterkriegen!
In der Medizin spricht man von einer Schmerzschwelle: Wieviel Schmerzen jemand ertragen kann, bis es ihn umbringt. Bei einigen Menschen liegt diese Schwelle ziemlich niedrig. Wie lange kannst du einer Prüfung standhalten, ohne aufzugeben?
Wenn du dich unter diesem abtrünnigen und sündhaften Geschlecht Seinetwegen oder um Seiner Worte willen nicht schämst, verspricht Er, dich vor Gott und all den heiligen Engeln zu bekennen selbst wenn dich das dein Leben kostet, wie den Märtyrern, die ewig weiterleben. (Siehe Markus 8:38.)
Das tägliches Sterben deines Egos bringt ewige Herrlichkeit
Wenn du mit deinem Dienst an Gott aufhörst, bist du für Gott eine jämmerliche Enttäuschung! Wenn du aber weitermachst, selbst wenn du krank bist, wirst du Gott am Ende erfreuen, selbst wenn es dein irdisches Ende bedeutet! Manche Christen sagen immer: »Plötzlicher Tod, plötzliche Herrlichkeit!« Auf diese Weise möchten sie gerne gehen. Ohne Schmerz, ohne Leiden, ohne tägliches Sterben! Aber selbst wenn dein Dienst für den Herrn einen langsamen Tod bedeutet, weil du »täglich stirbst« (1. Korinther 15:31) um anderen zu helfen, bringt es dir ewige Herrlichkeit.
Was bist du? Ein Kämpfer oder ein Deserteur? »Der Gerechte muss viel leiden, aber aus alledem hilft ihm der Herr« (Psalm 34:20). Aber glaube mir, »der Treulosen Weg ist hart« (Sprüche 13:15) viel härter, die Hölle auf Erden und Hölle hiernach!
Wofür wirst du dich also entscheiden? Wirst du aufgeben, nur weil du ein paar kleine Schwierigkeiten, Probleme und Leiden hast, von Tortur und Kreuzigung ganz zu schweigen? Oder wirst du mit Gott weitermachen, selbst wenn es dem Teufel gegeben wäre, dich als Zeuge für deinen Gehorsam und Glauben an Gott umzubringen? Ich hoffe, dass du ein »Märtyrer« sein wirst, wenn es darauf ankommt, denn genau das bedeutet das Wort: »ein Zeuge«! Und was für ein größeres Zeugnis kannst du ablegen, als für Jesus nicht nur zu leben, sondern auch zu sterben? Möge Gott dich segnen und bewahren! Wenn Er es aber nicht tut »und wenn nicht« dann stirb für Ihn, und Er wird dich ewiglich bewahren!
Ich hoffe, dieser Brief hilft dir dabei, es zu schaffen! Wir haben dich lieb. Und Gott liebt dich. Denk daran, ganz gleich was passiert! Er möchte dich heilen und dir helfen, wenn Er dir vertrauen kann, dass du Ihm gehorchst. »Und wenn nicht«, wenn Er dich noch nicht heilt oder dir noch nicht hilft, dann mach einfach weiter für Gott, bis Er dich heilt oder du stirbst wie Hiob, der auch meinte, er würde sterben. Aber stattdessen wurde er doppelt gesegnet und lebt ewig.
Machst du weiter? Versuch es bitte! Wir werden für dich beten, und wir hoffen, dass du es schaffst. Dein Leiden hat bereits viel Gutes erreicht, indem es dieses Gespräch inspiriert hat und anderen damit geholfen werden kann! Und deine Treue kann dasselbe tun! Möge Gott dich segnen und dir helfen weiterzumachen!
Möchtest du gerne, dass Jesus dir das Ewige Leben schenkt, sowie wahre Liebe und echten, zuverlässigen »Gold«-Glauben? Du kannst es gleich jetzt haben, wenn du einfach das nachfolgende Gebet betest:
Lieber Jesus, ich glaube, dass Du der Sohn Gottes bist und für mich gestorben bist. Ich bitte Dich jetzt, mir all meine Sünden zu vergeben. Ich öffne die Tür und lade Dich in mein Herz ein und bitte Dich, mir das Ewige Leben zu schenken. Bitte, Jesus, komme herein und hilf mir, Dein Wort, die Bibel, zu lesen und für Dich zu leben. Bitte fülle mich mit Deinem Heiligen Geist und hilf mir, anderen von Dir zu erzählen, damit sie Dich auch finden können. In Jesu Namen bitte ich. Amen. zurück zu Teil 1