Du kannst Gott nie verausgaben
Wenn du versuchst anderen zu helfen, gibt der Herr dir mehr zurück, als du für alle Opfer aufbringst. Er belohnt und entschädigt dich für jede Aufopferung. Es stimmt wenn wir bereit sind zu gehorchen, und bereit sind, Seinen Willen zu tun und Seine Arbeit weiterzuführen, wird Er uns niemals entsagen oder versagen. Wie Martin Luther sagte, als sich jemand beklagte, dass er zu viele Leute in sein Heim aufnähme, denn er hatte zu der Zeit etwa 25 Leute die mit ihm lebten: »Hab keine Angst, für jeden zusätzlichen Mund wird Gott sorgen.« Und so war es auch, nicht wahr! Er hat nicht nur den Mangel ausgefüllt, aber Er hat überschwänglich ausgefüllt und uns mit vielen Segnungen verwöhnt, da wir Seinen Geboten gehorcht haben. Und weil wir Seinem Beispiel gefolgt sind, einfach und bescheiden zu leben und was wir haben, mit anderen zu teilen.
Indem wir also angefangen haben, zu einigen wenigen freundlich zu sein, war der Herr wiederum zu uns freundlich und brachte viele andere dazu, uns gegenüber freundlich zu sein und für unsere Bedürfnisse sorgen, während wir uns bemühten, anderen und euch Freude zu bringen.
Vergesst nicht: Ihr könnt Gott nie verausgaben! Wir haben versucht zu geben und zu teilen und zu opfern. Aber der große David Livingstone, der bekannte Pioniermissionar von Afrika, der doch im so genannt dunkelsten Afrika dem Tode ins Auge geschaut hatte, sagte einmal, als er von einem Zeitungsreporter gefragt wurde: »War es nicht ein schreckliches Opfer für Sie, die Villa eines Barons in England und den Reichtum eines schönen Heims und einer Familie zu verlassen, um in dieses dunkle Land zu Fremden und Wilden zu kommen und Strapazen und Entbehrungen und Malaria und all diese Dinge zu ertragen?« Und er antwortete: »Ich habe das Leben genossen, ich bin glücklich gewesen, ich bin gesund gewesen, ich habe eine große Arbeit für den Herrn geleistet und ich habe niemals ein Opfer gebracht!« Was er sagte, war, dass er unmöglich den Herrn vorausgeben könne. Je mehr wir geben, desto mehr gibt Er wieder zurück.
Wer hätte sich auch nur träumen lassen, dass diese Visionen, die wir vor langer Zeit hatten, sich so bald und auf so wunderbare Weise und so überreich erfüllen würden, sowohl in unserem eigenen Heim des Glaubens und in den Kindern Gottes, die sich in ganz Amerika und in anderen Ländern verbreiteten. Aber jetzt sind wir soweit, und wir können es manchmal kaum glauben. Wir haben einander angeschaut und gesagt: »Träumen wir oder sind wir wirklich hier?«
(Prophezeiung:) »Genau wie Abraham, den Ich aus seinem eigenen Land und aus seinem eigenen Volk herausgerufen habe in ein fremdes Land und unter Fremde wie Ich verheißen habe, dass Ich es ihm und seinen Kindern geben werde, so habe Ich dich aus deinem eigenen Land und aus deinem eigenen Volk herausgerufen, in fremde Länder und unter fremde Leute mit fremden Zungen, und Ich werde sie dir zum Erbe geben bis an das Ende der Welt!« Halleluja! Danke Jesus! Lob sei Dir, Herr! Ist der Herr nicht wunderbar?!
Wir haben uns nicht selbst groß gemacht; wir waren Nichts, aber Gott ließ uns wachsen und stärkte uns, Er ließ uns gedeihen und viele Seelen gewinnen. Gewiss wird Er, wie in der Verheißung für Abraham, unseren Samen wie den Sand des Meeres und wie die Sterne des Himmel vermehren, in solcher Vielzahl wird er sie uns geben. Halleluja! Lob sei Deinem kostbaren Namen!
Gottes Aufnahmeprüfungen
Wenn der Teufel dich einfach abschrecken kann, bevor du auch nur beginnst, wirst du niemals auch nur anfangen und nie erreichen, was Gott von dir will. Also um Gottes Willen und um anderer Willen und um euretwillen, lasst euch nicht vom Teufel ängstigen oder davon wegbluffen, was der Herr von dir will, ehe du auch nur anfängst! Zu diesem Zeitpunkt greift er dich am schlimmsten an und der Herr erlaubt ihm dann, dich am schlimmsten anzugreifen, weil der Herr dich prüft sehen will, ob du es wirklich so meinst und ob du wirklich bereit bist, bei dem Versuch wenn nötig dein Leben zu geben.
Es ist mir aufgefallen, dass der Herr mir fast jedes Mal die ernsthaftesten Prüfungen ganz am Anfang gab. Genauso wie es bei einigen von euch war, als ihr im Begriffe wart beizutreten. Ihr hattet dann eure schwierigsten Prüfungen, weil Gott euch einer Aufnahmeprüfung unterzog, um zu sehen, ob ihr wirklich das Zeug hattet, und um zu sehen, ob ihr wirklich bereit wart, euer Selbst sterben zu lassen und zu Ihm auszuschreien. Was hätte es sonst für einen Sinn, auch überhaupt nur irgendetwas an euch zu vergeuden, irgendwelche Zeit oder irgendwelche Seiner Güter, oder die Kraft Seiner Leiter, wenn ihr einfach nicht das nötige Zeug dazu gehabt hättet?
Ich habe also festgestellt, dass Gott mir gewöhnlich die ernsthafteste Prüfung gibt, und dem Feind erlaubt, mich zu versuchen und mich am schlimmsten zu prüfen, gerade wenn ich daran denke oder dabei bin, eine neue Aufgabe oder ein neues Projekt für Ihn zu beginnen. Wir haben die schwierigsten Zeiten, die schlimmsten Versuchungen und die ernsthaftesten Prüfungen gerade dann, weil Gott wissen will, ob wir es wirklich durchstehen werden, tot oder lebendig, sinkend oder schwimmend, ob wir es wirklich ernst meinen, ob wir wirklich auf Ihn vertrauen werden oder nicht, und ob wir wirklich das Zeug dazu haben, um durchzuhalten. Denn gewöhnlich, wenn du diese ersten, ernsten, schweren Prüfungen überstehst, stempelt der Herr deinen Pass mit Seiner Zustimmung und sagt: »Also gut, mein Freund, mach dich dran, es steht dir frei, in das Verheißene Land einzugehen, um die Arbeit zu tun, die Ich von dir erwarte!«
Danach ist es bei weitem nicht so schwer wie wir befürchteten, dass es sein würde. Wie Mark Twain zu sagen pflegte: »Ich bin ein alter Mann und hatte viele Probleme, von denen die meisten nie eingetreten sind.«
Die meisten Dinge, die wir befürchten, die meisten Dinge, um die wir uns Sorgen machen, die meisten Probleme, von denen wir dachten, dass wir ihnen begegnen müssen, sind niemals auch nur geschehen, sie sind einfach niemals passiert, Gott ließ sie nicht geschehen. Aber der Herr erlaubte dem Feind uns denken zu lassen, dass sie geschehen könnten und uns sogar ein wenig deswegen Sorgen zu machen und sogar bereit zu sein, weiter zu machen und zu denken, dass es möglich sei, dass sie geschehen könnten um zu sehen, ob wir bereit seien, koste es was es wolle, weiter zu machen, jeden Preis zu bezahlen, jedes Opfer zu bringen, jeden Tod zu sterben, um Ihm zu gehorchen.
Sich sorgen
»Der Feigling stirbt Tausend Tode, der Mutige jedoch nur einen.« Und ich fürchte, die meisten von uns sind Feiglinge, weil die meisten von uns offenbar Tausend Tode sterben müssen vor dem einen wirklichen Tode, und viele Tode, von denen wir glauben, dass wir sie erleiden werden. Wir gehen durch die ganze Hölle und Agonie sie zu erleiden, bevor sie auch nur geschehen und sorgen uns wegen ihnen, und wir fürchten sie sogar so sehr, dass es uns krank macht, wie es mir in jener Nacht geschah.
Sorgen können dich umbringen. »Furcht macht Pein« heißt es in Gottes Wort (1.Johannes 4:18), und ein Mangel an Glaube ist eine furchtbar ängstigende Sache, aber ich danke Gott, dass Er mich durch diese schreckliche Prüfung, welcher der Feind mich unterzog, durchbrachte, in dieser Nacht, als er mich fast umbrachte. Ich sage euch, ich starb fast und ich glaube, es war hauptsächlich geistig, nicht einmal körperlich, wegen der Furcht, die der Feind mir versuchte aufzuerlegen.
Wir widerstanden ihr im Namen von Jesus, wir widerstanden der Unterdrückung, dem schrecklichen Druck, der auf uns herunterkam, der Dunkelheit, die uns einhüllte, dem sinkeneden Mut, dem Schmerz in unseren Herzen, dem Schnappen nach Luft. Ich meine, es war schrecklich. Ich bin fast niemals in meinem ganzen Leben durch so etwas Ernstes durchgegangen, und der Feind versuchte mir völlig den Garaus zu machen, ehe wir auch nur anfingen. Aber dankt Gott für die Liebsten, die dir im Gebet beistehen und die nicht locker lassen, sondern ernsthaft und verzweifelt beten, wie sie es in jener Nacht taten. Und es war wunderbar; wir behielten den Sieg, ich überlebte und ich bin seither nicht mehr so krank gewesen.
Vliese
Ich wundere mich, wie oft ihr ein Vlies (Schafschurfell, siehe Richter 6:36-40) ausgelegt habt. Du hast dem Herrn irgendeine Bedingung gemacht für etwas, und doch irgendwie gehofft, Er würde es nicht tun, so dass du es nicht tun müsstest. Und der Herr schlug einfach die Krücken unter dir weg, zog dir den Teppich unter den Füßen weg und strafte all deine Entschuldigungen Lügen. Er tat die Wunder und alles Nötige, so dass die Entscheidung immer noch an dir lag und du keine Ausreden und Gründe hattest, nicht für den Herrn weiterzumachen, weil er die Tür aufgetan, einen Weg bereitet, und alles Mögliche gemacht hatte.
Gottes kleine Wunder
Der Grund, warum ich euch von all diesen kleinen Dingen erzähle, ist, weil sie für mich so wunderbar sind. Man könnte wohl erwarten, dass Gott die grossen Dinge, die getan werden müssen, richten wird, aber der Herr hilft uns sogar bei den kleinen Dingen: ein Geschäft, das noch offen ist, um die Badezimmerwaage zu bekommen, herauszufinden, dass dein Gepäck genau das richtige Gewicht hat. Es ist so wunderbar zu wissen, dass der Herr an jedes kleine Detail denkt.
Nichts ist zu klein für den Herrn oder zu schwierig für Ihn. Warum sorgt ihr euch, wieso habt ihr Furcht? Gott wird sich jeder kleinen Einzelheit annehmen. Jedes Mal wenn ich dachte: »Nun, jetzt ist vielleicht Schluss, vielleicht können wir es einfach nicht schaffen, diese Tür wird bestimmt verschlossen sein, diese Situation ist unmöglich. Nun ja, Herr, Du hast uns so weit gebracht, aber dies ist jetzt der Punkt, wo wir nicht mehr weiter können, es ist unmöglich.« Aber alles, um das ich Gott bat, jede Kleinigkeit hat der Herr getan. Lobet den Herrn!