Und wenn diesen Bedürfnissen nicht nachgekommen wird, er und seine Familie tatsächlich hungrig sind, verhungern oder wegen Mangel an Kleidung, Brennstoff oder Unterkunft vor Kälte frieren, wird Herr Bettelarm manchmal derart verzweifelt sein, dass er und seine Leute sich gemeinsam erheben und eine große Rebellion beginnen mögen, die »Revolution« genannt wird. Nur um einfach leben zu können wird er die reichen und der Mittelklasse angehörenden Unterdrücker und Ausbeuter der Armen zu stürzen versuchen, um eine neue Regierung zu bilden, in der die Armen an der Macht sind um zugunsten der Armen, anstatt der Reichen zu regieren.
Diese Staatsform wird entweder »sozialistische«, »kommunistische« oder »revolutionäre« Regierung genannt. Die Armen haben die Zustände satt und sind der Meinung, dass eine Veränderung nötig ist! Der einzige Haken an der Sache ist, dass dadurch gewöhnlich nur eine weitere Klasse von neuen Reichen und Mächtigen geschaffen wird, was auf die habsüchtigen, bösen Herzen der Menschen beider, der Reichen und der Armen zurückzuführen ist. So ist demnach keiner jemals zufrieden, ganz gleich was sie haben, wenn sie nicht die wirkliche Liebe Gottes für ihren Nächsten in ihrem Herzen haben!
Darum kommen und gehen die Reichen, die Regierungen, die Gesellschaften und Weltreiche, aber »die Armen habt ihr immer bei euch« wie Jesus sagte. Sogar unter einer neuen Regierung, die beabsichtigt, den Armen zu helfen, werden einige immer reich und mächtig und sind somit die neuen Reichen, die die neuen Armen unterdrücken. Und so fängt der Kreislauf wieder von vorne an und wir sind wieder da angelangt, wo wir begonnen haben, selbst wenn es manchmal bei einigen Menschen Veränderungen gibt.
Der größte Teil der Welt hat sich jedoch nicht viel verändert, aber es sieht so aus, als ob sich die Reichen ständig westwärts verlagert haben, von den alten Weltreichen der Mächtigen wie Ägypten, Assyrien, Babylon und Meder-Persien im Osten und Nahen Osten bis zu den daraufhin folgenden Weltreichen Griechenlands, Roms, Europas und jetzt Nordamerikas im Westen.
Aber wieder einmal wehen die Winde der Veränderung ostwärts: Die Armen Russlands und Chinas haben ihre früheren reichen Herrscher gestürzt und sind zu den neuen, herrschenden Supermächten des Ostens geworden, die die vielen kleineren, ärmeren »Dritte Welt« Nationen dazu anleiten, in ihre Fußstapfen zu treten einschließlich vieler früherer europäischer und amerikanischer Kolonien der größtenteils ärmeren Kontinente von Südasien, Afrika, Südamerika und Australien.
Diese neue »Dritte Welt« der Armen erhebt sich aus den Ruinen der kolonialen Weltreiche des Nordens und Westens, die sie jahrhundertelang unterdrückt und ausgebeutet haben. Diese ehemaligen Kolonien bestehen jetzt auf ihre Menschenrechte, um leben, essen und bekleidet sein zu können, Unterkunft zu haben und einige der guten Dinge des sogenannten »guten Lebens« ihrer reichen Nachbarn genießen zu können.
Die armen Arbeitssklaven aus der Welt der Armen, die jahrelang unter Schweiß und Blut und Tränen die Rohstoffe produziert haben, aus denen diese Waren von ihren reicheren Nachbarn hergestellt werden, verlangen schließlich einen größeren Anteil am Genuss dieser Produkte, indem sie darauf bestehen, höhere Löhne für ihre Arbeit und höhere Preise für ihre Waren zu bekommen.
Dies hat dazu geführt, die gegenwärtige Welle der weltweiten Inflation zu verursachen, die einfach eine kletternde Spirale des Teufelskreises ständig steigender Preise und Löhne ist. Da die Reichen und die Mächtigen immer die Regierungen und die Preise kontrollieren, erhöhen sie ständig diese Preise, schneller als die armen Arbeiter ihre armseligen Löhne nach oben hin angleichen können.
Herr Bettelarm findet also heraus, dass er nie genug Geld verdienen kann, um auf die schnell steigenden Preise der Waren, die er braucht, einen Vorsprung zu bekommen, und die ärmeren Nationen können nicht einmal die Preise ihrer Rohstoffe so schnell erhöhen, wie die reicheren Nationen die Preise der Endprodukte erhöhen können welche die Reichen verarbeiten, auf den Markt bringen und ihnen zurückverkaufen.
Im Vergleich gesehen werden also dadurch die Reichen reicher und die Armen noch ärmer, ganz gleich, wieviel mehr sie für ihre Rohstoffe und Arbeit bekommen, weil die reichen Industrienationen diese Rohstoffe von den Armen kaufen und daraus die Waren machen, die die Reichen haben wollen zu Preisen, die die Armen nicht aufbringen können.
Die Reichen sind immer schlau genug und üben genügend Kontrolle auf die Regierungen und die Märkte und das Geld aus, um es immer irgendwie zu schaffen, den Löwenanteil zu bekommen. Ein Beispiel: Ganz gleich, wieviel oder »wie wenig« der Bauer für seine Produkte bekommt, zu dem Zeitpunkt, an dem die Endprodukte auf den Markt kommen wo der arme Arbeiter sie zurückkaufen muss, um seine Grundbefürfnisse decken zu können haben die Zwischenmänner, die reichen Hersteller, der Engroshandel, die Wiederverkäufer, die Banken, die mächtigen Reichen und die von ihnen finanzierten Regierungen, das meiste Geld auf dem Weg vom armen Produzenten bis hin zum armen Konsumenten (was den größten Teil des Volkes ausmacht) verdient.
Die reichen Zwischenleute können mit den Geldwechslern, Herstellern, Käufern und Verkäufern verglichen werden, die Jesus mit einer Peitsche aus dem Tempel trieb, wobei er ihre Tische umwarf und ihr Geld zerstreute, weil sie Seinen Tempel verschmutzten und die Armen beraubten! Und die Geldwechsler von Heute haben sich nicht geändert, sie sind immer noch die gleichen, sie verschmutzen immer noch des Menschen Tempel die Erde und berauben ihre Armen um ihre Opfer!
Aber der Wind von Gottes Peitsche der Gerichte beginnt wieder zu knallen, und seine zornige Stimme wird wieder gehört, und die Tische werden wieder einmal umgestürzt, während die Reichen anfangen, selbst von ihren eigenen Reichtümern und der üblen Verschmutzung der Erde zerstört zu werden!
Die schlimmsten Verschwender der Welt, wie das neureiche Nordamerika und Westeuropa, fangen an, von ihrem eigenen Abfall begraben zu werden, an ihrer eigenen verpesteten Luft zu ersticken und von ihrem eigenen verschmutzten Wasser der verschwenderischen Nebenprodukte ihrer gierigen Verschwendungssucht vergiftet zu werden!
Ihr Währungssystem bricht ebenfalls zusammen, weil sie es auf Papier und jetzt sogar lediglich auf elektronische Impulsen anstatt wirklicher Werte wie Gold und Silber worauf es ursprünglich gegründet war aufgebaut haben! Die Papierreiche der Papiertiger, des Papiergeldes, der Pfandbriefe, der Papieraktien, Papierobligationen, Papierschecks, Wertpapiere, Papiertaten und Papierverträge fangen an zu verbrennen und sich zu verzehren wie eine brennende Kerze, der das Wachs entzogen wurde, und dem Docht nicht mehr die nötige Nahrung spenden kann.
Herr Schwerreich entdeckte also im Hinterhof von Herrn Bettelarm Öl und gab ihm Papiergeld dafür, damit Herr Schwerreich es in seinen reichen Industrien, reichen Häusern, reichen Autos, Zügen und Flugzeugen verschwenderisch und luxuriös verbrennen konnte und ein heilloses Durcheinander von Plastik-Luxusartikeln aus den Petroleum-Chemikalien schaffen konnte. Sie wurden aus Herrn Bettelarms Öl gewonnen, von dem die reiche Welt so abhängig geworden ist, dass sie meint, sie könne ohne es nicht überleben!
Aber Herr Bettelarm ist nach vielen Jahren des Pumpens seines kostbaren Öls aus seinem eigenen Hinterhof zu Hungerpreisen um die Räder der Industrien, Limousinen und Plastikspielzeuge von Herrn Schwerreich anzukurbeln plötzlich zu der Tatsache erwacht, dass er sein kostbares Gut zu billig verkauft hat und sein Teil seines Profits jahrelang verloren gegangen ist, während Herr Schwerreich dadurch sogar noch reicher geworden ist und es verschwendete, da Herr Bettelarm zu billig verkaufte!
Herrn Bettelarm dämmerte also langsam, dass er den Preis seines Öls auf das, was es wirklich wert ist, anheben sollte, um etwas von seinem Anteil der großen Reichtümer, die sein Öl für Herrn Schwerreich geschaffen hat, zurückzubekommen. Jetzt ist also Herr Schwerreich wütend und schreit, dass er von Herrn Bettelarm beraubt wird, weil er Herrn Bettelarm nicht länger seines gerechten Anteils für sein Öl berauben kann.
Jetzt schreit also Herr Schwerreich um die Hilfe seiner reichen Nachbarn, die das Öl auch reich gemacht hat und beschwert sich bei dem Rest der Welt, dass Herr Bettelarm jetzt der Räuber ist, und sie darum alle Herrn Schwerreich helfen sollten, es wieder von Herrn Bettelarm dem es wirklich gehört zurückzustehlen!
Das ist die Logik der Reichen, dass sie immer von den Armen durch die Löhne oder Preise der Dienste und Güter der Armen beraubt werden, während es in Wirklichkeit die Reichen sind, die fortwährend die Armen um ihren gerechten Anteil beraubten so gering er auch sein mag!
Schließlich meint Herr Schwerreich, dass er alles für sich selbst braucht und auch verdient warum sollte also dieser kleine Aufkömmling Herr Bettelarm anfangen, für seine Güter und Dienste einen gerechten Lohn zu verlangen? Ist nicht Herr Schwerreich derjenige, der sie benutzt und sie in angenehme Produkte verwandelt, damit die anderen Reichen sie auch genießen können?
Warum sollte also Herr Bettelarm plötzlich anfangen, Dinge zu verlangen, die er nie zuvor gehabt hat und Reichtum, an den er nicht gewöhnt ist oder einen Teil des Profits, mit dem er zuvor nicht gesegnet worden ist? Schließlich ist er ja immer arm gewesen, warum sollte er also nicht arm bleiben und sich davonmachen und sein eigenes Öl in Ruhe lassen, damit Herr Schwerreich alles haben und reich bleiben kann mit den Reichtümern, an die er sich so gut gewöhnt hat?
Welches Recht hat Herr Bettelarm, anzufangen, genug für sein Öl zu verlangen, um sogar ein bisschen von dem wiederzubekommen, dessen ihn die Reichen in der Vergangenheit beraubt haben, inklusive des gegenwärtigen Wertes? Aber Herr Schwerreich sagt, dass dies bedeute, dass wir alle unsere Preise erhöhen müssen, um reich zu bleiben, und die anderen armen Leute und Arbeiter werden das vielleicht nicht mögen und vielleicht höhere Löhne verlangen, die wir ihnen wahrscheinlich bezahlen müssen, damit sie am Leben bleiben können, um unsere Sklaven bleiben zu können.
Dadurch wird dieses schreckliche inflationäre Karussel der höheren Preise und Löhne nur beschleunigt werden, bis jeder aus dem Gleichgewicht geworfen wird, im weiten Bogen durch die Luft fliegt und mit einem großen Knall auf den Boden der Tatsachen »crasht« !
Aber in Wirklichkeit ist es Herrn Bettelarm völlig egal, in was für eine misere Herr Schwerreich sich selbst gebracht hat. Er hatte Herrn Bettelarm ja so lange beraubt und die Welt glauben lassen, er könne das ewig mit ihm machen. In der Zwischenzeit genossen es die Reichen alle in Herrn Bettelarms Öl zu schwelgen, das sie für fast nichts kauften, während sie ausschweifende, dicke, fette Profite für ihr eigenes Vergnügen herausschlugen und das Übrige fortwarfen, das die Armen der Welt gerne gehabt hätten wenn sie nur gekonnt hätten!
Wenn sich die Reichen irgendwann gegenseitig kaputtgemacht haben, wird Herr Bettelarm immer noch mit uns da sein, um dabei zu helfen, die Bruchstücke aufzulesen und eine neue Welt aufzubauen, in welcher Friede, Glück und Fülle für alle herrscht, so wie es am Anfang war!
Das also, meine Lieben, ist das glückliche Ende der Geschichte »Reicher Mann, Armer Mann!« - Weißt du jetzt, wer der Bettelmann oder Dieb ist? - Wer würdest du lieber sein? Herr Schwerreich oder Herr Bettelarm? - Das habe ich mir gedacht! - Ich auch! Denn Jesus sagte: »Die Sanftmütigen (die Armen) werden das Erdreich besitzen« und für immer glücklich leben! - Möchtest du? - Amen! zurück zu Teil 1