Wahre Größe, wahre Führungsqualitäten erreicht man nicht, indem man andere zu seinen Dienern herabsetzt, sondern wenn man sich im selbstlosen Dienst für sie einsetzt.
* * *
Dwight W. Morrow, der Vater von Anne Lindbergh vertrat 1912 gegenüber einigen Freunden die Meinung, dass Calvin Coolidge echte Chancen auf die amerikanische Präsidentschaft habe.
Diese waren anderer Meinung. Coolidge sei zu ruhig und farblos, und es fehle ihm an politischer Persönlichkeit. »Niemand würde ihn als Präsident mögen«, gab einer in der Gruppe zu bedenken.
Da meldete sich die kleine Anna zu Wort, die damals sechs Jahre alt war: »Ich mag Mr. Coolidge.« Sie zeigte einen ihrer Finger, auf dem ein Pflaster klebte: »Er war der Einzige, der mich gefragt hat, wie es meinem Finger geht.«
Mr. Morrow nickte und meinte: »Da habt ihr eure Antwort!«
Calvin Coolidge amtierte von 1923 - 1929 als Präsident der Vereinigten Staaten.
* * *
Man darf Bekanntheit und Ruhm nicht mit menschlicher Größe verwechseln. Viele Titelträger in der heutigen Welt erreichten Ruhm und Reichtum ohne eigenes Verdienst. Andererseits habe ich großartige Menschen in den unbedeutendsten Rollen angetroffen. Denn wahre Größe wird am menschlichen Geist gemessen und ist nicht das Resultat des Ranges, den man in der Gesellschaft einnimmt. Niemand, am allerwenigsten wir Menschen, können einander Größe verleihen, denn sie ist nicht eine Auszeichnung, sondern eine Errungenschaft. Und wahre Größe kann das Haupt eines Hausmeisters ebensogut krönen wie das einer Person von Rang und Namen.
* * *
Niemand ist nutzlos in dieser Welt , wenn man
einem anderen seine Last erleichtert.
* * *
Die Welt misst Größe an Geld, Sprachfertigkeit, intellektuellen Fähigkeiten oder gar an Heldenmut auf dem Schlachtfeld. Gottes Standard ist jedoch ganz anders: »Wer sich selbst erniedrigt wie dieses Kind, der ist der Größte im Himmelreich.« (Matthäus 18:4)
* * *
Welch eine Überraschung wir erleben werden, wenn der Herr die Belohnungen aushändigt und wir sehen werden, wer wirklich der Größte war! Einige Leute dienen selbstlos und opferbereit, geben sich selbst bis zum Äußersten, aber bekommen dafür nie irgendwelche Anerkennung und sind praktisch unbekannt! Aber Gott weiß alles, Er hat ein großes Buch und schreibt alles auf. Er wird einen jeden nach seinen Werken belohnen, ob sie gut waren oder böse.
Was sagte Jesus über die liebe Frau, die ihn vor Seinem Tode salbte? Er sagte: »Sie tat, was sie konnte.«
Vielleicht meinst du, dass du nicht viel tun kannst, aber zumindestens kannst du tun, was dir möglich ist! Bleibst du treu, wird dich Gott eines Tages reich belohnen, wenn du vor dem Richterstuhl Jesu stehst. (Siehe Römer 14:10.
Vergewissere dich deshalb, dass du gute Arbeit leistest. Wenn du von diesem Leben gehst, um mit dem Herrn zu sein, hast du dann die Überzeugung, dass du deine Arbeit so gut wie möglich getan hast. Dann kannst du dich mit dem Gefühl, etwas wirklich Bleibendes erreicht zu haben, auf ewige Belohnungen und himmlische Herrlichkeit freuen.