von Dale Hurd, CBN News
NEW YORK CITY - Als sich zwei entführte Flugzeuge auf ihrem Kollisionskurs den Türmen des World Trade Centers näherten, machte sich eine Frau gebetsvoll auf den Weg zu ihrem Büro im 61sten Stock. Es war ein ganz normaler Morgen in New York. Dann geschah die Tragödie. Eine Lautsprecherstimme forderte sie danach auf zu bleiben, aber eine unhörbare Stimme erklärte Dawn Robinson, es sei Zeit, das Gebäude zu verlassen.
»Ich hab es mir zur Gewohnheit gemacht, jeden Morgen, während ich mich auf dem Weg zur Arbeit mache, folgendes Gebet zu sprechen: "Lieber Gott, bitte hilf mir den ganzen Tag über. Du hast diesen Tag geschaffen und ich werde mich daran erfreuen und jubilieren!"«, erklärte Dawn. »Damit bereite ich mich täglich auf die Arbeit vor. Und sogar an dem Morgen, als ich um die Ecke kommend auf den 61sten Stock zukam, betete ich: "Ich danke Dir für diesen guten Tag, es wird heute wirklich gut werden."«
Kurz danach erschütterte das erste Flugzeug das World Trade Center. [Den anderen der Zwillingstürme.] Alles war ein Durcheinander. Dawn ging mit ein paar Freunden in ein Stockwerk weiter unten, um zu sehen, was los war. Es wurde ihnen gesagt, alles sei in Ordnung, sie sollten zu ihren Büros zurückkehren.
»Ich machte mich also auf den Weg zu meinem Büro, aber etwas Unerklärliches stoppte mich auf halbem Weg zum Lift. Von dem Moment an versuchte ich mich nicht mehr zu entscheiden, ob ich rauf zu meinem Stockwerk gehen sollte oder nicht. Ich wusste nun einfach, dass ich hier raus musste. Obwohl mir so etwas vorher nie passiert war, hatte ich sofort Platzangst. Ein plötzliches Verständnis für die Situation kam über mich. So etwas hatte ich noch nie verspürt und es kam von einem Augenblick auf den anderen. Anstatt zu denken: "Vielleicht sollte ich doch besser nicht nach oben gehen", wusste ich sofort, dass ich definitiv hier raus musste, ganz egal wie. Ich musste einfach raus. Und ich habe absolut keinen Zweifel, dass es der Heilige Geist war, der in dem Moment zu mir sprach«, berichtet Dawn weiter.
»Daraufhin drehte ich mich um und sah einige von meinen Arbeitskollegen und forderte sie auf: "Wir müssen das Gebäude verlassen! Jetzt sofort! Wir müssen hier raus!" Dann fanden wir das Treppenhaus. Doch ich schätze, dass mindestens 75% der Leute zurückgeblieben sind, weil sie ganz genau das taten, was ihnen gesagt wurde. Entweder blieben sie, um zur Cafeteria zu gehen oder sie versuchten, wieder zurück zu ihren Stockwerken zu gelangen.
Aber irgend etwas in mir trieb mich an: "Mach dich auf den Weg! Ganz egal wie! Verschwinde von hier." Wir fingen bald an, die Treppe runter zu rennen, und man muss bedenken, dass, als wir endlich los gingen, mittlerweile Tausende von Menschen die gleiche Treppe hinunter rannten. Obwohl ich mir nicht ganz sicher bin, waren wir, glaube ich, im 42sten Stock, als das zweite Flugzeug unseren Turm traf. Zu dem Zeitpunkt war es uns noch nicht bewusst geworden, dass Flugzeuge unsere zwei Türme gerammt hatten. Tatsächlich bemerkte jemand um die Zeit: "Das ist wohl ein Terroranschlag!" Wir fingen alle an zu lachen, weil wir dachten, dass Terroristen unmöglich etwas damit zu tun haben könnten,« fuhr Dawn fort. Hier geht's weiter