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Bibelprophezeiungen im Vergleich mit aktuellen Entwicklungen



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WELTREGIERUNG
Von Scott MacGregor

Das wohl auffälligste und unheilvollste Zeichen der »letzten Tage« und dem die Bibel eingehend Aufmerksamkeit widmet – ist der Aufstieg eines vom Teufel besessenen Tyrannen, bekannt als der Antichrist oder »das Tier«, dem Macht über »alle Völker, Sprachen und Nationen« gegeben wird (Offenbarung 13:7). Bewegt sich die Welt in die Richtung einer globalen Regierung, wie dieser Vers anzudeuten scheint?

Mit der Idee einer Weltregierung haben sich die Menschen schon seit den Zeiten des antiken Griechenlands und Roms befasst. In den letzten Jahrhunderten diskutierten große Denker wie Dante, Hugo Grotius, Immanuel Kant, Victor Hugo, Karl Krause, Alfred Tennyson, H. G. Wells, Albert Einstein, Winston Churchill, Bertrand Russell und Mahatma Gandhi das Für und Wider. Die Jahrzehnte nach dem 2.Weltkrieg betrachteten die Befürworter solch einer globalen Regierung als Art »Goldenes Zeitalter«. 72 Millionen Menschen kamen während des letzten Weltkrieges um, davon 47 Millionen Zivilisten und eine allgemeine Abscheu gegenüber derartiger Barbarei brachte viele Menschen dazu, die weltföderalistische Bewegung mit offenen Armen zu begrüßen – in der Hoffnung, eine starke globale Zusammenarbeit würde einem nochmaligen globalen Konflikt vorbeugen. Die Europäische Union, die gegenwärtig aus 27 Nationen besteht und mit weiteren Aufnahmeanträgen rechnen kann, hatte ihre Anfänge zu jener Zeit.

Mittlerweile haben das Europäische Parlament sowie die Europäische Kommission, welche in vieler Hinsicht einem Kabinett ähnelt, ihren festen Platz gefunden und wird das EU-Reformabkommen abgesegnet, würde erstmals ein gewählter Präsident an der Spitze des Europäischen Rats stehen. Viele dieser Nationen sind gleichzeitig Mitglieder der NATO und verfügen über eine gemeinsame und relativ einheitliche Militärstruktur. 18 Länder, 3 davon sogar Nicht-EU-Staaten, haben mittlerweile den Euro als einheitliche Währung eingeführt.

Die Afrikanische Union, aus 53 Afrikanischen Nationen bestehend, wurde 2001 gegründet und strebt an, letztendlich mit einer einheitlichen Währung, einer einheitlichen Verteidigungskraft und zusätzlichen staatlichen Einrichtungen aufzuwarten, inklusive eines Kabinetts, mit dem dann das Staatsoberhaupt der AU zusammenarbeiten kann.

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»Allem Anschein nach wird es dem globalen Staatenbündnis an nötiger Kohäsionskraft mangeln, da die Bibel eine Anzahl von Kriegen zwischen dem Antichristen und rebellierenden Nationen voraussagt«.
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2004 unterschrieben die südamerikanischen Nationen die Cuzco Deklaration, eine zweiseitige Erklärung, in der sie die Gründung der Union Südamerikanischer Nationen ankündigten, geformt nach dem Modell der Europäischen Union mit einer gemeinsamen Währung, einem Parlament und Reisepässen. Nach Allan Wagner, ehemaliger Generalsekretär der Andengemeinschaft, soll demnach eine totale Vereinigung wie die der EU bis 2019 möglich sein.

Die angegebenen Ziele des Asiatischen Kooperation Dialogs, bestehend aus 30 asiatischen Ländern, einschließlich der Riesenstaaten Russland, China und Indien, konstatieren ultimativ, den Asiatischen Kontinent in einen Asiatischen Staat umzuwandeln.

Und nicht zu vergessen die Vereinten Nationen, mit 192 Mitgliederstaaten die einzige wirklich »globale« aller Unionen. Obwohl dem Anschein nach auf vielen Ebenen politisch unfähig, ist sie doch der Dreh- und Angelpunkt vieler Organisationen, die Einfluss auf unser Leben haben, wie die Welthandelsorganisation, die Weltgesundheitsorganisation, die Internationale Atomenergie-Kommission, die Internationale Arbeitsorganisation, die UNESCO, der Internationale Gerichtshof, der Internationale Strafgerichtshof sowie die Weltbank.

Die Globalisierung der Wirtschaft ist Realität geworden, ein jedes der nationalen Wirtschaftssysteme ist – vereinzelt sogar hochgradig – von den Ökonomien anderer Nationen abhängig. Die Massenmedien sind per Satellitenfernsehen und Internet global miteinander vernetzt. Das Internet spiegelt in der Tat eine virtuelle globale Gemeinde wieder, in der Millionen von Onlinebenutzern mithilfe stellvertretenden Avatars »Doppelleben« führen, via Community-Webseiten wie »Second Life« und globalen Kontaktbörsen á la »Facebook« und »MySpace«.

Die Idee einer globalen Führung erhält inzwischen begeisterte Unterstützung. Jedoch ist »Führung« nicht gleichbedeutend mit »Regierung«. Tatsächlich werden ihre Befürworter entschieden verneinen, derartige Pläne auf ihrer Tagesordnung stehen zu haben. Nach ihrer Vorstellung soll schlicht internationales Gebaren durch internationale Abkommen und Protokolle geregelt werden. Ein gutes Beispiel für diesen Ansatz ist das globale Übereinkommen der Vereinten Nationen (United Nations Global Compact), eine Initiative, die Unternehmen weltweit dazu zu ermutigt, vertretbare und sozial verantwortbare Strategien zu übernehmen.

Etwas näher betrachtet, wird ersichtlich, dass eine Vielzahl internationaler und globaler Körperschaften, Abkommen und Protokolle grundsätzlich der Idee folgen, für regionale und globale Kooperation und Integration zu werben. Im Großen und Ganzen könnte man also zu dem Schluss kommen, dass wir immer noch Lichtjahre von der Weltregierung entfernt sind, wie sie in der Offenbarung 13:7 angedeutet wird. Wenn man jedoch bedenkt, dass vor 40 Jahren kaum jemand die Idee einer Europäischen Union ernst nahm, einige der jetzigen Mitgliedsländer einst bittere Feinde waren und jahrhundertelang unzählige Kriege miteinander führten, dann hat sich doch in den letzten Jahrzehnten enorm viel getan. Vielleicht ist eine Weltregierung ja doch nicht so weit entfernt?

Überdies haben viele Bibelgelehrte ihr Augenmerk auf den alten Kontinent gerichtet, um nach maßgeblichen Zeichen und künftigen Entwicklungen Ausschau zu halten, die in der Bibel vorausgesagt wurden. Ein Interesse, das hauptsächlich durch die Visionen des Propheten Daniels im gleichnamigen Buch des Alten Testaments angefacht wird, insbesondere der Vision des 7.Kapitels. Daniel schaute dort ein schreckliches Monster mit zehn Hörnern, welches – und darüber sind sich die meisten Bibelwissenschaftler einig – das Römische Reich symbolisiert, für uns ein Reich des Altertums, für Daniel jedoch ein Imperium, das sich erst in ferner Zukunft materialisieren würde. »Als ich aber auf die Hörner achtgab, siehe, da brach ein anderes kleines Horn [welches an anderen Stellen als der Antichrist identifiziert wird], zwischen ihnen hervor« (Daniel 7:8). Geographisch gesehen beinhaltete das Römische Reich einen großen Teil Europas, aber vielleicht noch wichtiger ist, dass die römischen Ansätze zur Demokratie, seine Gesetze, sein Erbe und seine Kultur diesen Teil der Welt bis in die heutige Zeit prägen. Diese 10 Hörner erscheinen noch einmal etwas später in der Bibel auf dem letzten Kopf eines siebenköpfigen Monsters – »das Tier« im Kapitel 13 der Offenbarung. Könnte für den zukünftigen Antichristen und seine Agenda Europa tatsächlich solch eine immens wichtige Rolle spielen?

Um auf die Weltregierung zurückzukommen, stellt sich nun die Frage, ob sie wirklich zustande kommen wird? Die Bibel scheint dies anzudeuten. Allem Anschein nach wird es dem künftigen globalen Staatenbündnis allerdings an nötiger Kohäsionskraft mangeln, da die Bibel eine Anzahl von Kriegen zwischen dem Antichristen und rebellierenden Nationen voraussagt.

In jedem Fall ist eins sicher: Was auch immer passiert, Gott wird sich um die Seinen kümmern. Stehst du auf seiner Seite, stehst du auf der Seite der Gewinner, wenn dann schlussendlich der Antichrist sein niederschmetterndes Ende finden und Jesus Christus Sein Königreich der Liebe und des Friedens auf Erden etablieren wird – die Weltpremiere der ersten wahrlich wohlwollenden Globalregierung auf Erden, wohl die beste, die man sich vorstellen kann und unter der dann jeder Mensch wirklich glücklich sein kann.


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