Große Unterschiede zwischen Industrie- und Entwicklungsländern
Jedes Jahr sterben weltweit rund 52 Millionen Menschen. In den Industrieländern stirbt fast jeder zweite an den Folgen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Viele Fälle gelten als typische Wohlstandskrankheiten. Krebs ist mit 21 % die zweitwichtigste Todesursache im reichen Teil der Welt.
Ganz anders dagegen die Todesstatistik in den Entwicklungsländern. Dort gehen etwa 43 % aller Sterbefälle auf Infektionen zurück - drei Viertel davon auf Lungenentzündungen, Tuberkulose, Durchfallerkankungen, Aids und Malaria. Die Weltgesundheitsorganisation WHO spricht von "armutsbedingten Krankheiten". Oft fehlen den Menschen geeignete Unterkünfte, erschwingliche Arzneimittel oder auch nur sauberes Wasser.
Vor allem in dem "am wenigsten entwickelten" Ländern, den LDC, haben vermeidbare Krankheiten verheerende Folgen. Weltweit ist die Lebenserwartung in den vergangenen Jahrzehnten stetig gestiegen. In 16 zumeist afrikanischen Ländern mit insgesamt 300 Millionen Einwohnern sinkt die Lebenserwartung jedoch weiterhin. Noch immer sterben in den LDC drei Viertel der Menschen vor dem 50. Lebensjahr. Und noch erreichen weltweit rund 10 Millionen Kleinkinder nicht ihren 5. Geburtstag - sie sterben an Krankheiten und Unterernährung.
Gerade bei der Kindersterblichkeit gibt es allerdings auch Fortschritte. Noch im Jahr 1955 starben rund 21 Millionen Kinder unter 5 Jahren. Im Jahr 2025 rechnet die Weltgesundheitsorganisation nur noch mit 5 Millionen. Sie setzt dabei vor allem auf Impfkampagnen gegen die wichtigsten Kinderkrankheiten.