02. Apr 13:15, ergänzt 16:15
Tränengas gegen Palästinenser auf dem Tempelberg
Israelis stürmen den Tempelberg
Foto: AP
Nach Steinwürfen palästinensischer Jugendlicher ist die israelische Polizei auf dem Tempelberg massiv eingeschritten. Es gab mehrere Verletzte.
Die israelische Polizei ist am Freitag mit Tränengas und Blendgranaten gegen Steinewerfer auf dem Gelände der Al-Aksa-Moschee vorgegangen. Nach Berichten von Nachrichtenagenturen hatten Jugendliche zuvor Steine auf an der Klagemauer betende Juden geworfen.
Bei dem Polizeieinsatz wurden mindestens 15 Menschen verletzt. Korrespondenten berichteten, Polizisten hätten zuerst den Platz vor der Moschee gestürmt. Als die Jugendlichen sich in die Moschee flüchteten, riegelten Polizisten und Soldaten die Eingänge ab und schossen durch die Fenster weiter mit Tränengas und Schockgranaten. Mehrere Journalisten wurden geschlagen, einem Fotografen wurde die Kamera abgenommen und alle Aufnahmen entwendet.
Nach einer Stunde ließen die Beamten die Steienwerfer aus dem Gotteshaus heraus, mindestens 14 jugendliche Demonstranten wurden abgeführt.
Symbolischer Ort
Die Al-Aksa-Moschee ist das drittgrößte Heiligtum der Muslime. Auf dem Gelände, das auch den Juden als Tempelberg heilig ist, kommt es häufiger zu Auseinandersetzungen.
Ein Besuch des jetzigen israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon dort vor mehr als drei Jahren hatte die aktuellen Unruhen in den palästinensischen Gebieten ausgelöst. (nz)